Bundestux: Dank an die Unterstützer - DER SPIEGEL
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Bundestux Dank an die Unterstützer

Die "Bundestux"-Initiative befürwortet die Entscheidung des Bundestages: Freie Software habe nun einen "Fuß in der Tür" des Bundestags. SPIEGEL online dokumentiert die Erklärung der "Bundestux"-Gruppe:
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Die Bundestagsabgeordneten haben sich entschieden: Nach der heutigen Entscheidung der IuK-Kommission des Ältestenrats des Deutschen Bundestages für den Einsatz von freier Software in weiten Teilen der Bundestagsverwaltung zieht die "Bundestux"-Initiative eine positive Bilanz des Ergebnisses.

"Es handelt sich bei der Entscheidung, freie Software auf den Bundestagsservern einzusetzen, um einen guten Kompromiss, der eine Menge Perspektiven für Open-Source-Technologie bietet. Ich bin zu 90 Prozent zufrieden", sagte Andreas Gebhard, Initiator der Bundestux-Initiative kurz nach der Pressekonferenz von Uwe Küster, Vorsitzender der IuK-Kommission, in Berlin.

"Die Bundestux-Initiative hat großen Anteil daran, dass die Abgeordneten nicht der Vorlage der Beratungsfirma Infora gefolgt sind, sondern mutig und umsichtig einen eigenen Weg gegangen sind", so Gebhard weiter. Das alles wurde nur möglich durch die Unterstützung von Tausenden von Internetbenutzern, die unsere Erklärung unterschrieben haben. Am heutigen Donnerstag sind mehr als 26.000 Einzelunterstützer unter www.bundestux.de registriert, ein gigantischer Erfolg, der unsere Vorstellung übertroffen hat. Wir wollen uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlichst bedanken", so Gebhard.

"Die öffentlichen Verwaltungen benutzen bundesweit über eine Million Rechner, da gibt es noch viele Möglichkeiten, freie Software einzusetzen, besonders auf dem Desktop", so Gebhard abschließend.

Was ist Bundestux?

"Bundestux" ist eine Initiative von 33 unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die sich im Januar 2002 in einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt haben, um in der Debatte um das neue Betriebssystem für den Deutschen Bundestag ihre Position deutlich zu machen.

Die Unterzeichner, zu denen Grietje Bettin (Grüne), Martina Krogmann (CDU), Jörg Tauss (SPD) und Ernst Ulrich von Weizsäcker (SPD) zählen, argumentieren für freie Software als Grundlage für die Computernutzung im Bundestag.

"In einer freien Marktwirtschaft hat der Staat die Aufgabe, Monopolstellungen von Unternehmen zu vermeiden und einen echten Wettbewerb zu gewährleisten. Das öffentlichen Zeichen einer Einführung von Alternativen im Deutschen Bundestag ist deshalb ein einfacher und praktikabler Schritt in diese Richtung."

Die Kampagne wurde von der Berliner Politagentur werk21 ins Leben gerufen.