Business-Netzwerk: LinkedIn mit einer Milliarde Dollar bewertet - DER SPIEGEL
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Business-Netzwerk LinkedIn mit einer Milliarde Dollar bewertet

Die Business-Community LinkedIn hat von vier Wagniskapitalgebern insgesamt 53 Millionen Dollar bekommen. Damit wird der Gesamtwert des Unternehmens auf eine Milliarde Dollar taxiert. Das Netzwerk ist der Hauptkonkurrent des deutschen Angebotes Xing.
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Die vier Investoren sind Bain Capital Ventures, Sequoia Capital, Greylock Partners und Bessemer Venture Partners. Besonders Sequoia hat bereits über die Gründerszene hinaus Legendenstatus erreicht, weil das Unternehmen auch schon Giganten wie Google bei den ersten Schritten ins große Geschäft half. Zusammen haben die vier Firmen einen fünfprozentigen Anteil an LinkedIn erworben und dafür 53 Millionen Dollar bezahlt. Der geschätzte Gesamtwert des Business-Netzwerks wird somit auf eine Milliarde Dollar taxiert.

"Wenn LinkedIn seine Ziele in den kommenden Jahren erreicht, wird diese Bewertung von einer Milliarde Dollar als sehr billig betrachtet werden", sagte Mark Kvamme von Sequoia Capital über die Finanzierungsrunde. Insgesamt hat das Business-Netzwerk, das mit dem in Hamburg ansässigen Angebot Xing konkurriert, inzwischen 80 Millionen Dollar an Investorenkapital bekommen.

Etwa 23 Millionen Menschen aus 150 Ländern haben bisher Profile bei LinkedIn angelegt, nach Unternehmensangaben wächst das Netzwerk derzeit um 1,2 Millionen Profile pro Monat. LinkedIn nimmt - im Gegensatz zu spaßorientierten Netzwerken wie MySpace - für bestimmte Dienste Geld, Premiummitgliedschaften und Sonderservices sind zahlungspflichtig. Damit und mit zusätzlichen Anzeigenerlösen will man in diesem Jahr 100 Millionen Dollar Umsatz machen. Nach Unternehmensangaben ist LinkedIn bereits jetzt profitabel, Zahlen wurden jedoch nicht mitgeteilt.

Im vergangenen Oktober machte Microsoft Schlagzeilen, als das Unternehmen 240 Millionen Dollar für einen Anteil von 1,6 Prozent am einstigen Studentennetzwerk Facebook bezahlte. Damit wurde der Gesamtwert von Facebook auf 15 Milliarden Dollar taxiert.

Andere teure Start-ups sind das Meta-Netzwerk Ning und der Anwendungsentwickler Slide, die aufgrund ihrer Wagniskapitalzuschüsse auf 500 bis 560 Millionen Dollar taxiert werden. Slide-Konkurrent RockYou ist einer jüngst abgeschlossenen Kapitalgeberrunde zufolge 200 bis 300 Millionen Dollar wert.

Sowohl LinkedIn als auch Facebook werden immer wieder als Kandidaten für einen Börsengang gehandelt. Gründer und Management betonen jedoch mit vergleichbarer Häufigkeit, dass sie lieber weiterhin als Privatunternehmen wachsen und keine Kontrolle an Aktionäre abgeben wollen.

cis/AP