CDU-Spenden: Haste mal 'nen Klick? - DER SPIEGEL
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CDU-Spenden Haste mal 'nen Klick?

Zwei hessische CDU-Mitglieder wollen ihrer Partei finanziell auf die Sprünge helfen. Auf einer Website vermitteln sie User an kommerzielle Angebote und kassieren dafür Provisionen, die an die CDU gespendet werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Anlass für die Internetaktion sei die Spendenaffäre der CDU und die daraus für die Partei resultierenden Geldstrafen, heißt es bei CDU-Solidaritaet.de . In den Kreisverbänden habe man deshalb weniger Geld, was wiederum die eigenen Wahlchancen mindere und somit die "Demokratie in Gefahr" bringe.

Das Prinzip der Site ist denkbar einfach: Anstatt beispielsweise direkt den Online-Händler Amazon für eine Bestellung anzuklicken, ruft man die CDU-freundliche Seite auf und klickt erst dort auf den Amazon-Button. Man will nur die Klicks der Parteigänger, denn für die Vermittlung der Cyberkäufer kassieren die Betreiber der virtuellen Soli-Adresse Provisionen zwischen 2 und 16 Prozent des Kaufpreises. Jedoch kommt der CDU nicht der volle Werbeanteil zugute. Nur 90 Prozent werde an die Parteikasse überwiesen, so der ehemalige Wiesbadener CDU-Stadtverordnete und Domaininhaber Axel Nix. Von dem restlichen Betrag solle die Site finanziert werden.

Außer dem 29-jährigen Nix versucht noch die Wiesbadener Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU) Kristina Köhler, 22, via Web indirekte Spenden für die CDU zu sammeln. Beide bemühen sich klarzustellen, dass CDU-Solidaritaet.de eine rein private Initiative sei: "Wir weisen auch ausdrücklich darauf hin, dass diese Seite unabhängig von der CDU Deutschlands und ihren Untergliederungen im Namen und auf Rechnung von Axel Nix betrieben wird."

Der Erfolg der virtuellen Spendenaktion ist gleich auf der Homepage zu begutachten. Bis zum 10. Oktober kamen 271,03 Mark zusammen. Für ein paar Flugblätter oder Kulis für Kochsche Unterschriftenaktionen wird es wohl reichen.

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