Cebit-Bilanz IT-Branche in Sektlaune
Die ersten Zahlen sprechen für sich, und sie verbreiten gute Laune: Die erste Bilanz der weltgrößten Computermesse Cebit weckt Aufbruchstimmung in der ITK-Branche. Das Anwachsen der Ausstellerzahl auf 6270 gegenüber 6109 im Vorjahr sowie ein prognostiziertes Branchenwachstum von weltweit 4,3 Prozent für dieses Jahr signalisierten die erwartete Trendwende im globalen Markt der Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK), sagte der Vorstand der Deutschen Messe AG, Ernst Raue, am Mittwoch zum Abschluss der Leistungsschau in Hannover. Ihm sekundierte der Vizepräsident des Branchenverbandes Bitkom, Dieter Kempf: Der Umfang der Geschäftsabschlüsse liege über dem Niveau des Vorjahres. Dies lasse auch auf ein gutes Nachmessegeschäft hoffen.
Top-Themen der Cebit waren Raue zufolge mobile Dienste, Digital Lifestyle, IT-Sicherheit und IT-Outsourcing Services. Im Bereich der Telekommunikation sei es vor allem um UMTS und Internettelefonie (Voice over IP) gegangen. Ein Schlagwort der Messe sei Konvergenz, das Zusammenwachsen von Informations- und Telekommunikationstechnik sowie der Unterhaltungselektronik, gewesen.
Mittelstand und Handel hätten ihre starke Position auf der Messe ausgebaut, sagte Raue. Mehr als 70 Prozent aller Anwendungen und Lösungen der Cebit 2005 seien auf die Zielgruppe Mittelstand ausgerichtet gewesen. Rund zwei Drittel aller Fachbesucher seien aus Betrieben mit bis zu 500 Mitarbeitern gekommen.
Überhaupt die Fachbesucher. Deren Anteil an der Gesamtbesucherzahl stieg auf 88 Prozent, nachdem sich zumindest ein Negativtrend auch in diesem Jahr fortgesetzt hatte: Es kamen mit rund 480.000 Menschen erneut weniger Menschen nach Hannover. Allerdings scheint es vor allem das eben weniger neugierige Konsumenten-Publikum zu sein, das fortbleibt.
Die vorläufige Bilanz der diesjährigen Cebit weckt die Hoffnung, dass die Hightech-Industrie nun nach drei mageren Jahren wieder stabil auf Wachstumskurs gegangen ist. Im laufenden Jahr erwartet der Bitkom ein Umsatz-Plus von 3,4 Prozent auf etwa 136 Milliarden Euro, 2006 einen Zuwachs um weitere 3,1 Prozent auf knapp 140 Milliarden Euro.