Cebit USA Westward ho!
Die Deutsche Messe AG zieht es gen Westen: Amerikaner sind die nächste von den Hannoveranern angepeilte Zielgruppe, die man mit einem "Cebitchen" beglücken will. Vorstandsmitglied Ernst Raue sagte dem "Handelsblatt", warum ein Scheitern dieses Plans ausgeschlossen ist: "Es kann nicht sein, dass eine IT-Messe in den USA nicht funktioniert."
Aha, das wird auch die Kollegen von Comdex und Internet World interessieren, die im vergangenen Jahr dem fälschlichen Eindruck erlegen waren, ihre Erlöse hätten gegenüber dem Vorjahr gelitten. Aber das kann ja noch werden, und zwar schlimmer, denn natürlich will die Cebit den amerikanischen Platzhirschen gehörig Konkurrenz machen. "Internationalisierung der Cebit" heißt das Konzept, das irreführenderweise so klingt, als gäbe es dann künftig in Hannover mehr Platz.
That's the way we do it: Wir kommen, wenn ihr zahlt
Die Messe AG macht damit eine scharfe Kehrtwendung: Noch vor einigen Monaten hatte sie ausgeschlossen, sich in den USA zu engagieren. Dabei hatte man ja bereits kräftig geübt: In Schanghai, Australien und der Türkei blühten Cebitchen durchaus Erfolg versprechend.
Jetzt also droht der neuen Welt die Eroberung durch die Niedersachsen - allerdings nur, wenn die Marktgiganten mitmachen (respektive "mitzahlen"). Erst wenn Microsoft, IBM und Intel versichern, auf der amerikanischen Cebit Flagge zu zeigen, wird die Messe AG den Sprung über den Atlantik wagen.
Obwohl es noch keinerlei Verträge gibt, wie Raue versichert, dürfte der Mann dem "Handelsblatt" all das wohl kaum aus dem hohlen Bauch heraus gesagt haben: So etwas nennt man wohl ein "deutliches Signal" an potenzielle Partner. Und anders als beim Mikado hat Raue nun gewonnen, wenn sich was bewegt. Auf der Cebit vielleicht, in knapp drei Wochen?