China: TV-Sender angeblich von Sekte gehackt - DER SPIEGEL
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China TV-Sender angeblich von Sekte gehackt

Die in China verbotene Sekte Falun Gong soll am Sonntag einen Satelliten gestört haben, der das chinesische Staatsfernsehen ausstrahlt. Für knapp eine Viertelstunde soll Material der Sekte zu sehen gewesen sein.
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Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP soll es Hackern der Falun-Gong-Sekte gelungen sein, die Ausstrahlung des Satelliten APSTAR 6 der APT Satellite Holdings Ltd. für knapp 15 Minuten zu stören. Laut dem Betreiber aus Hong Kong sei angeblich über knapp eine Viertelstunde ein Video der in China verbotenen Sekte auf 25 Sendern zu sehen gewesen sein.

Dreizehn der Stationen gehören zum staatlichen CCTV, die restlichen sind lokale und Stadtsender. Über den Inhalt des Videos ließ APT Satellite-Sprecher Brian Lo nichts Genaues verlauten. Er erklärte aber, dass das Programm offensichtlich für eine Stunde unterbrochen werden sollte, was jedoch den unbekannten Störern nur vierzehneinhalb Minuten gelang.

Falun Gong bestreitet jede Beteiligung an dem angeblichen Hack. Unabhängig davon wurden in Malaysia Ausgaben der Wochenzeitung "Epoch Times" beschlagnahmt, die Falun Gong nahe steht. Den Grund für die Beschlagnahmung vermutet Falun Gong in Beschwerden der chinesischen Staatsführung. In den chinesisch-sprachigen Ausgaben vom 2. und 7. Juni seien Artikel erschienen, die sich kritisch mit der Kommunistischen Partei Chinas auseinander gesetzt hätten, erklärte Herausgeber Raymond Ng.