Chrome überholt Internet Explorer - DER SPIEGEL
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Webbrowser Chrome ist populärer als Internet Explorer

Google gewinnt einen knappen Vorsprung: Marktforschern zufolge wird Chrome von mehr Menschen benutzt als irgendein anderer Web-Browser. Nur in zwei Regionen der Welt liegt Microsofts Internet Explorer jetzt noch vor der Konkurrenz.
Browser-Marktanteile: Chrome liegt in vielen Regionen vorn
Browser-Marktanteile: Chrome liegt in vielen Regionen vorn

Browser-Marktanteile: Chrome liegt in vielen Regionen vorn

Foto: Statista
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Google hat das Rennen für sich entschieden. In einer rasanten Aufholjagd überholte der Chrome-Webbrowser in nur knapp vier Jahren zuerst Mozillas Firefox und jetzt sogar Microsofts Marktführer, den Internet Explorer (IE). Das zumindest besagen Zahlen, die der Statistikdienstleister Statcounter  zusammengestellt hat und die von Statista grafisch aufbereitet worden sind .

Im globalen Vergleich liegt Chrome demnach mit 32,76 Prozent Marktanteil knapp vor dem Internet Explorer mit 31,94 Prozent. Firefox ist mit 25,74 Prozent weit abgeschlagen, Apples Safari liegt bei 7,08 Prozent.

Teilt man die Marktdaten nach Kontinenten auf, zeigen sich aber signifikante Unterschiede. In Europa und Afrika etwa führt Firefox das Feld an, während in Südamerika und Asien sehr deutlich Chrome dominiert. Microsofts Internet Explorer hingegen steht in Nordamerika und Ozeanien weiter an der Spitze; dort wiederum hat Safari deutlich höhere Marktanteile als im Rest der Welt.

Entschieden ist der "Browser War" also noch nicht, aber eine Tendenz ist erkennbar. Microsoft, das seit dem Niedergang von Netscape den Markt fast unangefochten beherrschte, verlor erst mit der Veröffentlichung von Firefox nach und nach Marktanteile und gerät jetzt immer mehr unter Druck.

Während sich der Internet Explorer im Business-Bereich noch gut behauptet, ist er bei vielen Privatanwendern nur noch zweite Wahl. Microsofts Problem dabei: Was Leute zu Hause nutzen, ziehen sie auch im Büro vor - deshalb finden sich auch dort zunehmend Firefox und Co.

Bei der Interpretation der aktuellen Daten muss man allerdings vorsichtig sein: Andere Marktforscher kommen aufgrund anderer Stichproben zu anderen Ergebnissen. Die Statcounter-Zahlen stammen von etwa drei Millionen Websites, die ein kostenloses Werkzeug zur Nutzungsmessung integriert haben.

Net Applications weist ganz andere Marktanteile aus, weil dieser Dienst auf anderen Seiten (bei 40.000 Web-Angeboten) misst. Net Applications sieht Microsofts Internet Explorer mit 54,09 Prozent weltweit immer noch unangefochten als die Nummer eins, misst für Chrome lediglich 18,85 Prozent Marktanteil (Stand April 2012). Bemerkenswert: Den Zahlen von Net Applications zufolge fallen die Auf- und Abbewegungen im Browsermarkt weit weniger drastisch aus als von Statcounter angezeigt.

mak