Cyber Command: US-Militär plant Online-Kommandostelle - DER SPIEGEL
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Cyber Command US-Militär plant Online-Kommandostelle

Die Schlacht ist geschlagen, der Sieger heißt Keith Alexander: Der Chef der NSA soll künftig auch die Internet-Verteidigung der US-Streitkräfte befehligen. Eine Cybercom betitelte Kommandostelle soll sich zentral um die Sicherheit der sieben Millionen Militär-Computer kümmern.
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Washington - Spätestens im Oktober soll das sogenannte Cyber Command seine Arbeit aufnehmen. Das geht aus einem dreiseitigen Memo hervor, welches US-Verteidigungsminister Robert Gates am Dienstag unterzeichnete. Das US-Verteidigungsministerium hat damit die Einrichtung einer eigenen Kommandostelle für die Kriegführung in digitalen Netzen beschlossen.

"Unsere wachsende Abhängigkeit vom Cyberspace und ein immer größeres Spektrum von digitalen Bedrohungen und Verwundbarkeiten fügt unserer nationalen Sicherheit ein neues Risikoelement hinzu", heißt es in dem Memo, das der Nachrichtenagentur AP vorliegt. Die neue Kommandostelle "muss in der Lage sein, Kriegsführungseffekte über die globale Sicherheitsumgebung hinweg zu synchronisieren sowie zivile Behörden und internationale Partner zu unterstützen".

Das neue Kommando soll nach Angaben aus dem Pentagon in Fort Meade in Maryland angesiedelt werden, wenige Kilometer nördlich von Washington. Als Leiter empfahl Gates den gegenwärtigen Direktor des Geheimdienstes National Security Agency (NSA), Generalleutnant Keith Alexander. In seiner neuen Funktion soll er zum Viersterne-General befördert werden.

Die NSA beschäftigt sich vor allem mit der Auswertung von Kommunikationsdaten. Zu ihren Schwerpunkten gehören Verschlüsselung und Entschlüsselung von Informationen.

Der Personalumfang der neuen Kommandostelle soll auf einige hundert Mitarbeiter begrenzt bleiben. Es gehe nicht um "die Militarisierung des Cyberspace", sagte der stellvertretende Verteidigungsminister William Lynn kürzlich auf einem Expertentreffen. Zentrale Aufgabe des Kommandos sei der Schutz der sieben Millionen Computer bei den Streitkräften, die in 15.000 verschiedenen Netzen zusammengefasst sind. Bei der Kriegführung sind die Kommandeure in zunehmendem Maße auf diese Netze angewiesen.

Lolita Baldor/AP

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