Cyberwar Allenfalls ein Kriegchen
Denial-of-Service-Attacke hier, Virenangriff da: Wer die IT-Nachrichten verfolgt, könnte Paranoia entwickeln. Ständig fuhrwerkt da jemand im Netz herum, "schießt ab", beschädigt, sabotiert, spioniert. Seit Jahren geht gar die Mär von den Hacker-Armeen um, die sich nach politischer Großwetterlage wechselnde Schurkenstaaten angeblich halten - und die einen hochtechnisierten Staat ohne einen Schuss in die Knie zwingen könnten.
Das aber, befanden IT-Sicherheitsexperten auf dem Düsseldorfer Kongress "Netz- und Computersicherheit", sei äußerst unwahrscheinlich. Dass einzelne Systeme wie Stromversorgung oder Internet-Kommunikation verletztlich sein könnten, hielten sie dagegen schon für denkbar.
Mehr aber auch nicht: Geheimdiensterkenntnisse sprächen "aktuell nicht dafür", dass Extremisten das Internet "in einem als reale Bedrohung zu empfindenen Maß" als Waffe einsetzen könnten, sagte der NRW-Innenminister Fritz Behrens. Gang und gäbe sei allerdings der Internet-Einsatz für kriminelle Machenschaften.