Datenbrille: Google Glass gehackt - DER SPIEGEL
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Datenbrille Falscher Blick steuert Google Glass

Nutzern von Google Glass konnten unbemerkt Befehle untergeschoben werden: Entdeckte die Brille entsprechend vorbereitete QR-Codes, wurde sie ferngesteuert. Mittlerweile hat der Konzern nachgebessert.
QR-Code: So ließen sich Befehle für Google Glass verstecken
QR-Code: So ließen sich Befehle für Google Glass verstecken

QR-Code: So ließen sich Befehle für Google Glass verstecken

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Sie stehen zum Beispiel auf Flugzeugtickets, Eintrittkskarten und Lebensmitteln: quadratische Pixelmuster, sogenannte QR-Codes. Die lassen sich mit einem Smartphone oder einem Scanner einlesen - und enthalten zum Beispiel eine Web-Adresse oder Steuerbefehle.

Auch Googles Datenbrille nimmt derartige Befehle wahr und führt sie aus. Als die aufs Android-Betriebssystem spezialisierte Sicherheitsfirma Lookout die Entwicklerversion der Google-Brille überprüfte, durchsuchte das Gerät jedes Motiv auf etwaige QR-Codes. Die darin jeweils gefundenen Befehle wurden automatisch ausgeführt, wie der Fachdienst heise.de berichtet .

Den Lookout-Technikern gelang es, die Datenbrille in ein von ihnen kontrolliertes W-Lan und auf eine präparierte Webseite zu führen. Dort nutzten sie eine Sicherheitslücke, mit der sie Google Glass kapern und kontrollieren konnten . Mitte Mai habe Lookout Google über das Sicherheitsleck informiert, das Unternehmen habe nach drei Wochen ein Update veröffentlicht, das die Scan-Möglichkeiten von QR-Codes einschränkt.

Kein Anlass zur Panik

Wesentlicher Punkt: die Deaktivierung des automatischen Code-Scans und der Befehlsausführung. Lookout rät, der Anwender müsse stets zur Zustimmung aufgefordert werden, bevor eine in einem QR-Code gefundene Anweisung ausgeführt wird.

Vor der potentiellen Gefahr durch QR-Codes sind grundsätzlich auch Tablet-Rechner oder Smartphones nicht sicher. Dennoch, so Heise, bestehe kein Anlass zur Panik: Derartige schädliche QR-Codes kämen noch sehr selten vor.

Auch giga.de warnt vor Überreaktionen . Immerhin handele es sich bei den derzeitig getesteten Google-Glass-Modellen noch um Entwicklergeräte. Die seien nicht final und böten naheliegenderweise noch eine offene Umgebung. Unter solchen Umständen eine Schwachstelle aufzustöbern, sei kein Kunststück. Eher eine gezielte PR-Aktion eines Sicherheitsdienstleisters, der zweifellos demnächst eine Sicherheits-App für Glass veröffentlichen könnte.

meu