Datenleck: Anonymous will Daten österreichischer Versicherter haben - DER SPIEGEL
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Datenleck Anonymous will Daten österreichischer Versicherter haben

Eine Datenbank mit mehr als einer halben Million Einträgen soll im Umlauf sein: Anhänger von Anonymous sind nach eigenen Angaben zufällig an die Daten von Versicherten der Tiroler Gebietskrankenkasse gelangt. Die sucht noch nach einem möglichen Leck.
Anonymous-Anhänger (in Berlin): Angeblich Datenbank mit 600.475 Einträgen gefunden
Anonymous-Anhänger (in Berlin): Angeblich Datenbank mit 600.475 Einträgen gefunden

Anonymous-Anhänger (in Berlin): Angeblich Datenbank mit 600.475 Einträgen gefunden

Foto: dapd
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Hamburg - Anhänger der Web-Guerilla Anonymous in Österreich, die als AnonAustria auftreten, wollen an die Daten von 600.475 Versicherten der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) gelangt sein. Auch Prominente wie der Schlagersänger Hansi Hinterseer, Schauspieler Tobias Moretti und Skistar Nicole Hosp sollen betroffen sein.

Man sei "zufällig" über diese Daten "gestolpert" und nicht in Server der TGKK eingebrochen, erklärte AnonAustria. Demnach soll die Datenbank seit mehr als einem halben Jahr "im Umlauf" sein. Eine Veröffentlichung der Datenbank sei nicht geplant, schreiben  die Unbekannten. Es würden aber Samples sortiert.

Die doppelte Firewall sei nicht geknackt worden, bestätigte TGKK-Obmann Huber. Es seien auch keine Daten zu Krankengeschichten betroffen. Die Versicherung habe am Mittwoch Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Auf ihrer Website versprach  die Versicherung, über die Ergebnisse der eigenen Nachforschungen zu informieren - derzeit sei man intensiv auf der Suche nach einem möglichen Leck, "auch außerhalb unseres Hauses". Die TGKK sei verpflichtet, gewisse Daten weiterzugeben.

Zuletzt hatte AnonAustria am Montag die Datensätze von 24.938 Polizeiangehörigen veröffentlicht. Diese Daten sollen aber durch eine undichte Stelle in einem polizeinahen Verein an die Internet-Hacker weiter gereicht worden sein.

ore/dpa

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