Deutsche Bank und Postbank: Kunden werden über Datenleck informiert - DER SPIEGEL
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Kontowechsler betroffen Datenleck bei Deutscher Bank und Postbank

Die Deutsche Bank informiert Kunden über einen Datendiebstahl bei einem Dienstleister, auch Postbank-Kunden sind betroffen. Wer solch einen Hinweis erhält, sollte seine Kontoauszüge genau prüfen.
Logos von Deutscher Bank und Postbank: Betroffene werden schriftlich informiert
Logos von Deutscher Bank und Postbank: Betroffene werden schriftlich informiert

Logos von Deutscher Bank und Postbank: Betroffene werden schriftlich informiert

Foto: Martin Gerten / dpa

Wer in den vergangenen Jahren den Kontowechselservice der Deutschen Bank und ihrer Tochter Postbank genutzt hat, ist wahrscheinlich Opfer eines Datendiebstahls geworden. Die beiden Banken informieren Betroffene derzeit über den Vorfall, bei dem ein externer Dienstleister zum Ziel unbekannter Angreifer wurde. Wie viele Datensätze erbeutet wurde, ist nicht bekannt, doch der Umfang der jeweils gestohlenen Daten gibt Anlass zur Sorge.

Laut einem Bericht des »Bonner General-Anzeigers« wurden Vornamen, Nachnamen und IBANs der Kontoinhaber gestohlen. Der Dienstleister hatte diese Daten gespeichert, um sie nach dem Umzug eines Kontos an den jeweiligen Arbeitgeber und andere Zahlungspartner weiterzuleiten. Laut der Deutschen Bank geht es um Kundinnen und Kunden, die in den Jahren 2016, 2017, 2018 und 2020 den Kontowechsel-Service genutzt haben. Man habe die Betroffenen schriftlich informiert, erklärte ein Sprecher.

Kontoauszüge genau prüfen

Die erbeuteten Daten reichen zwar nicht aus, um direkt auf ein Konto zuzugreifen oder Überweisungen zu tätigen. Allerdings könnten Kriminelle sie nutzen, um etwa Waren auf Lastschrift zu bestellen. Die Banken fordern die Betroffenen deshalb auf, ihre Kontenbewegungen genau zu prüfen. Unautorisierte Lastschriften könnten bis zu 13 Monate rückwirkend zurückgegeben werden. Das Geld werde dann von der Bank erstattet.

Kriminelle könnten die Daten zudem nutzen, um überzeugendere Phishing-E-Mails zu verfassen. Damit können die Opfer um weitere Daten gebracht werden, mit deren Hilfe es ihnen gelingen könnte, Geld direkt von den Konten abzubuchen.

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Die Ursache für den Vorfall sei von dem betroffenen Dienstleister identifiziert und behoben worden, erklärte die Deutsche Bank. Potenziell seien mehr als hundert Unternehmen in mehr als 40 Ländern geschädigt. Die eigenen Systeme der Bank seien zu keinem Zeitpunkt betroffen gewesen. Der Vorfall stehe auch nicht im Zusammenhang mit der gerade abgeschlossenen IT-Integration der Postbank-Konten.

tmk/dpa