Deutscher Kindersoftwarepreis: Tommi im dritten Anlauf - DER SPIEGEL
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Deutscher Kindersoftwarepreis Tommi im dritten Anlauf

Bereits zum dritten Mal wird auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse der Deutsche Kindersoftwarepreis "Tommi" vergeben. Derzeit nominiert die Vorjury die besten Titel, das letzte Wort aber haben die echten Fachleute: Beim Tommi entscheiden Kinder, wer am Ende den Ruhm erntet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im dritten Jahr seines Bestehens hat sich der "Tommi" etabliert. Kein Softwarehaus, das seine Kinderprodukte nicht in der Auswahl sehen wollte: Derzeit spielen sich die Mitglieder der Vorjury durch über 50 aktuelle Lern- und Entertainmenttitel für Kinder bis 12 Jahre. Ihre Aufgabe: Aus dem Wust des Angebotes zehn Titel auszuwählen, die sie für besonders preiswürdig halten.

Das letzte Wort über Tommi oder nicht aber spricht die Kinderjury. Sie wählt nun zum zweiten Mal die drei Top-Titel des Jahres, denn mehr als drei Auszeichnungen ("Gold", "Silber", Bronze") gibt es nicht beim Tommi. Genau das, erklärt Thomas Feibel, dessen Büro für Kindermedien zusammen mit der Elternzeitschrift "spielen und lernen" für den Tommi verantwortlich zeichnet, sei Konzept des Preises: ganz bewusst etwas gegen die "Auszeichnungs-Inflation" zu tun, Eltern stattdessen Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, die wirklich aussagekräftig seien.

Zum zweiten Mal kooperieren die Veranstalter in diesem Jahr mit ZDFtivi und dem Deutschen Kinderhilfswerk, die sich vor allem um Zusammenstellung, Organisation und Betreuung der Kinderjury kümmern. 500 Kinder zwischen 6 und 13 Jahre bewarben sich in diesem Jahr, zehn von ihnen werden am 8. Oktober in Frankfurt am Main ihren großen Auftritt erleben. Dort schreiten sie zur Endabstimmung und küren die drei besten Kinderprodukte des Jahres.

Anfängliche Bedenken, eine reine Kinderjury könnte sich ausschließlich auf reine Fun-Titel stürzen - der Tommi trennt reine Spiele nicht von Lernsoftware - entkräftete die Kinderjury im letzten Jahr mit ihrer Entscheidung. Mit dem "Zahlenteufel" gewann ein anspruchsvolles Lernspiel die Trophäe, erst auf dem zweiten Platz folgte der Daddel-Spaß von "SimCity", auf dem dritten folgte mit "Welt der Wunder: Eine Stadt spielt verrückt" ein Lern-Adventure.

Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am 8. Oktober um 13 Uhr im Kinderbuchforum der Frankfurter Buchmesse statt.