Drei Alternativen zum Internet Explorer - DER SPIEGEL
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Sicherheitslücke Drei Alternativen zum Internet Explorer

Microsoft meldet eine Sicherheitslücke im Internet Explorer, deutsche Behörden raten zu alternativen Browsern. Doch welche Surfprogramme eignen sich als Ersatz? Vor- und Nachteile der wichtigsten PC-Browser.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Vier Versionen des Internet Explorer weisen gravierende Sicherheitslücken auf, wie Microsoft am Montag erklärte. Durch sie können Angreifer Schadsoftware auf PC einschleusen und die Kontrolle über den Rechner übernehmen. Zur Infektion reicht es aus, die Opfer auf eine präparierte Website zu locken.

Microsoft selbst hat als Übergangslösung den Download einer Sicherheitssoftware angeboten, welche die Gefahr zumindest mindern soll, bis die Lücke endgültig geschlossen ist. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hingegen gibt den Ratschlag, vorerst auf alternative Browser auszuweichen.

Doch welche Alternativen gibt es überhaupt? SPIEGEL ONLINE stellt drei Browser vor, die in Frage kommen: Firefox, Chrome und Opera. Wer einen dieser Browser als vorläufigen Ersatz für den Internet Explorer nutzen will, muss auf nichts verzichten. Sogar die im Microsoft-Browser gespeicherten Bookmarks lassen sich von allen drei Programmen übernehmen.

Mozilla Firefox

Foto: A9999 Mozilla Foundation/ dpa

Laut Statcounter  ist Firefox  der in Deutschland am häufigsten benutzte Web-Browser. Jeder zweite Rechner startet über Firefox die Reise ins Netz. Den freien Web-Browser gibt es mittlerweile in Version 15.


Flexibilität: Durch eine Vielzahl an Plug-ins und Einstellungsmöglichkeiten kann der Browser von Mozilla an das eigene Surfverhalten angepasst werden.


Frei: Der Browser ist Open Source, also für jedermann, bei entsprechenden Kenntnissen einer Programmiersprache, zugänglich und somit frei von kommerziellen Interessen.


Erinnerungsfunktion: Sollte der Browser doch abstürzen, können beim nächsten Start alle zuletzt offenen Seiten automatisch wieder geladen werden.


Ladezeiten: Je mehr Plug-ins man installiert, desto langsamer wird der Browser. In der aktuellsten Version soll dieses Problem - zumindest teilweise - behoben sein.


Updates: Ständig muss nachgeladen werden. Am 22. März 2011 ist Firefox 4 erschienen. Mittlerweile sind wir bei Firefox 15.


Google Chrome

Foto: A9999 Google/ dpa

Google hat 2008 seinen eigenen Browser veröffentlicht. Binnen kürzester Zeit hat sich Google Chrome  etabliert und belegt - ebenfalls nach Angaben von Statcounter - weltweit den Spitzenplatz.


Schnell: Chrome arbeitet mit "Prefetching", das heißt, der Browser lädt weitere auf einer Seite verlinkte Seiten bereits im Hintergrund, um sie schneller anzeigen zu können, falls man sie anklickt.


Sicher: Laut einer Studie des IT-Unternehmens "Accuvant Labs " ist Google Chrome der sicherste Browser. Auch das BSI schließt sich dieser Meinung an.


Erinnerungsfunktion: Sollte der Browser doch abstürzen, können beim nächsten Start alle Seiten automatisch wieder geöffnet werden.


Google: Der Suchgigant speichert alle Anfragen und verbindet sie mit anderen Produkten, die man nutzt (zum Beispiel Google Mail oder Google Docs). Viele dieser Optionen können aber deaktiviert werden. Cookies kann man im Unterpunkt Erweiterte Einstellungen blockieren, wenn man auf Inhalteeinstellungen und dann auf das entsprechende Feld klickt. Eine ausführliche Anleitung, wie die eigenen Daten geschützt werden können, finden Sie in diesem Blog-Eintrag .


Opera

Den Browser Opera  gibt es seit 1994. Gab es anfänglich noch eine Version mit Werbungen und eine ohne, hat man sich mittlerweile auf eine werbefreie Version geeinigt. Viele Browser-Standards, zum Beispiel mehrere Tabs, wurden in diesem Browser als Erstes eingeführt.


Umfassend: Der Browser verfügt über viele Funktionen, die bei anderen Browsern erst nachgeladen werden müssen: Ein Mail-Programm ist zum Beispiel standardmäßig enthalten, ebenso eine Rechtschreibprüfung und die Möglichkeit, Lesezeichen, Adressen und Notizen zwischen verschiedenen Computern zu synchronisieren.


Nische: Nur drei Prozent der Web-User nutzen Opera. Wenn Webseiten entwickelt werden, optimiert man sie für die Ansicht in den bestimmten Browsern. Eine Seite sieht im Internet Explorer anders aus als im Firefox. Für Opera jedoch findet oft keine Anpassung statt, weil der Browser dafür eine zu kleine Nutzerschaft hat.