DVD-Hacker: Sieben Stunden lang verhört? - DER SPIEGEL
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DVD-Hacker Sieben Stunden lang verhört?

Auch vor 16-Jährigen machen die US-Film- und Musikkonzerne in ihrem Kampf gegen die DVD-Entschlüsselung anscheinend nicht Halt: In Norwegen soll jetzt die Wohnung eines jugendlichen Hackers durchsucht worden sein.
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Der erst 16-jährige Jon Johansen war es, der im Herbst vergangenen Jahres die DVD-Kiste ins Rollen brachte. Ihm ist es offensichtlich gelungen, den DVD-Kopierschutz durch so genanntes Reverse Engineering zu knacken. Darauf hin wurde er unter anderem von der Motion Picture Association of America (MPAA) verklagt.

Am Montag hat, wie die norwegische Zeitung "Aftenposten" meldet , die Polizei die Wohnung des jugendlichen Hackers überraschend durchsucht. Dabei sollen unter anderem Johansens Rechner und sein Handy beschlagnahmt worden sein. Der Hacker selbst wurde, so die Zeitung, mehrere Stunden befragt.

In einer bei Slashdot veröffentlichten Mail  behauptet Johansen gar, dass er "sechs bis sieben Stunden" verhört worden sei. Erst um zwei Uhr nachts sei er wieder zu Hause gewesen, ohne zwischenzeitlich etwas gegessen zu haben. Auch sein Vater, der die Webseite betreibt, auf der Johansen den DVD-Code veröffentlicht hatte, werde von den Behörden beschuldigt.

Erst nachdem er mit seinem Anwalt gesprochen habe, wolle er sich zu weiteren Details äußern, schreibt Johansen. Doch schon jetzt ist für den Hacker, dem laut "Aftenposten" bis zu zwei Jahre Haft drohen, klar: "Irgendjemand wird für das zu zahlen haben - definitiv."

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