E-Mail am Arbeitsplatz: Gewerkschaft fordert verbindliche Regelung - DER SPIEGEL
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E-Mail am Arbeitsplatz Gewerkschaft fordert verbindliche Regelung

Surfen und Mailen am Arbeitsplatz: Für manche Arbeitgeber ist das heute normal, für andere Anlass zur Ausschnüffelung ihrer Angestellten, wenn nicht gar ein Kündigungsgrund. Wo, fragt Verdi, bleibt der Arbeitnehmer-Datenschutz?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Für die Nutzung des Internets am Arbeitsplatz besteht nach Ansicht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dringender Regelungsbedarf. Von der Bundesregierung forderte Gewerkschaftsvize Michael Sommer am Donnerstag deshalb ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, von den Unternehmern den Abschluss von Betriebs- und Dienstvereinbarungen.

Diese sollten Arbeitnehmern und ihren Vertretern - auch Gewerkschaften - E-Mailsysteme, Inter- und Intranet öffnen sowie die private Nutzung von Firmen-Emailsystemen regeln. Anders als beim Telefon bestünden dazu in vielen Firmen keine klaren Vorschriften, oder die Nutzung sei sogar verboten. Statt mit den Arbeitnehmern Vereinbarungen zu treffen, setzten viele Unternehmen auf Kontrollen, häufig ohne Wissen ihrer Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft will mit einer Internetkampagne Aufmerksamkeit für das Thema gewinnen und hat dazu eine "Kampagnenplattform" eingerichtet.