E-Mail: Spam und Viren bedrohen das gesamte System - DER SPIEGEL
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E-Mail Spam und Viren bedrohen das gesamte System

E-Mail war Jahre lang das Zauberwort für schnelle und einfache Kommunikation rund um den Globus. Doch seine Stärke ist gleichzeitig seine Schwäche. Denn Asoziale und Kriminelle haben sich des Systems bemächtigt. Spam, Phishing und Viren sind zu einer ernsthaften Bedrohung geworden.
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Hannover - Mehr als die Hälfte aller durchs Internet verschickten Nachrichten ist Müll, viele davon sind sogar illegal, wie das Computermagazin c't berichtet. Abhilfe sollten nun neue technische Systeme schaffen, die aufgrund ihrer Komplexität aber umstritten seien.

Das Vertrauen in das Kommunikationsmittel E-Mail gehe verloren. "Der einstige Vorteil des Systems ist gleichzeitig der größte Nachteil: Es ist überaus simpel gestrickt", erläuterte ein c't-Experte. Die Technik hat sich in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert. Ihr fehlen Kontrollmechanismen, um Fälschungen zu verhindern. In der Folge können die Absender von Spam oder virenverseuchten E-Mails schwer ausfindig gemacht werden.

Um diesem Problem zu begegnen, sind der Zeitschrift zufolge verschiedene Lösungen auf Providerseite im Gespräch. Die Grundidee sei, eine Absenderadresse zu authentifizieren. Der Provider des Empfängers soll nachprüfen können, ob der angegebene Absender mit dem tatsächlichen übereinstimmt.

Welcher technische Ansatz sich durchsetzt, ist offen. "Wichtig wäre ein gemeinsames Vorgehen der großen Provider, das auch kleine Mitbewerber nicht ausschließt, damit der weltweite E-Mail-Verkehr weiterhin reibungslos funktionieren kann", sagte der Experte. Ein Nachteil aller Lösungen: Die Nutzung von E-Mail werde für Anwender und Administratoren komplizierter.