Einbruch bei Symantec Antivirus-Hersteller räumt Softwareklau ein
Anfang Januar wiegelte Symantec noch ab. Eine angeblich in Indien operierende Gruppe veröffentlichte damals Teile des Quellcodes von zwei Antivirus-Programmen der Firma.
Symantec teilte damals mit, der Code sei zwar echt, aber mehrere Jahre alt, außerdem sei nur Software für Firmenkunden betroffen, nicht die am weitesten verbreiteten Produkte des Unternehmens für Privatanwender.
Diese Aussagen revidiert Symantec nun in einer neuen Stellungnahme: Man gehe davon aus, dass Unbekannte im Jahr 2006 Zugriff auf Symantec-Rechner hatten. Bei dem Einbruch sei zudem der Quellcode der auch von Privatanwendern genutzten Programme pcAnywhere, Norton Internet Security, Norton Utilities und Norton GoBack entwendet worden.
Symantec geht davon aus, dass für die Nutzer der Programme kein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht. Allein die Nutzer von pcAnywhere könnten in Gefahr sein, sollten sie nicht "allgemeingültige Sicherheitsregeln" befolgen. Was das genau bedeutet, will Symantec den registrierten Kunden direkt mitteilen - man sei dabei, die Anwender zu kontaktieren und über notwendige Maßnahmen zu informieren, heißt es in der Symantec-Stellungnahme .
Die Darstellung Symantecs, der Code sei aus Firmenrechnern entwendet worden, widerspricht den Aussagen der Hackergruppe Lords of Dharmaraja. Die hatte Anfang Januar behauptet, der Quellcode stamme von einem geknackten Server eines indischen Geheimdienstes. Die Hacker drohten damals mit weiteren Veröffentlichungen. Sie hätten auf dem Server Quellcode von rund einem Dutzend anderer Software-Firmen entdeckt.