Elektroschrott Wegwerfen ab sofort verboten
Wer ausrangierte Elektro- und Elektronikgeräte loswerden will, muss sich ab heute die Mühe machen, zu einer kommunalen Sammelstelle zu gehen. Denn die Entsorgung mit dem Hausmüll ist nicht mehr erlaubt. Anders als bei anderen Müllentsorgungsthemen ("Grüner Punkt") sollen die Kosten für das Recycling diesmal aber nicht offen oder versteckt auf den Kunden abgewälzt werden.
Nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz sind zunächst die Kommunen zur kostenlosen Annahme der Geräte verpflichtet. Die aber reichen den teils problematischen Plunder nur durch: Für alles Weitere - Abtransport, Sortierung und Verwertung - sind die Hersteller verantwortlich, die laut Gesetz auch die Zeche zahlen müssen.
Das Gesetz regelt die Entsorgung gebrauchter Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher, Computer und Handys. Verbraucher können 1500 kostenlose Abgabestellen nutzen und, je nach Gemeinde, Altgeräte auch abholen lassen.
Symbol für die getrennte Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten ist eine durchgestrichene Abfalltonne auf Rädern. Die Kosten der künftigen Rücknahmesysteme betragen für die Industrie voraussichtlich zwischen 350 Millionen und 500 Millionen Euro jährlich. So kostet die Entsorgung einer Waschmaschine 8 Euro, eines Kühlschranks 15 Euro und eines Fernsehers rund 10 Euro.
pat/ddp