Eric Schmidt: Google-Chef wird zum Gesicht von Google-Protesten - DER SPIEGEL
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Soziales Netzwerk Google+ Nutzer protestieren gegen Werbung mit ihrem Profilbild

Google+ erlaubt sich standardmäßig, Profilbilder von Nutzern für Werbeanzeigen zu nutzen. Wer das nicht möchte, muss selbst die entsprechende Einstellung ändern. Manche Nutzer widersetzen sich allerdings kreativer.
Profilbild-Wechsel: Nutzer ersetzen ihr Foto durch eines vom Google-Chef
Profilbild-Wechsel: Nutzer ersetzen ihr Foto durch eines vom Google-Chef

Profilbild-Wechsel: Nutzer ersetzen ihr Foto durch eines vom Google-Chef

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mit seiner ab dem 11. November vorgesehenen Neuerung, Profilbilder und Namen von Google-Nutzern zu Reklamezwecken zu nutzen, macht sich der Konzern wenig Freunde. Nicht genug damit, dass längst Tipps kursieren, wie Nutzer per Opt-out ihre Zukunft als Werbefigur verhindern können, erhebt sich nun auch aktiver Protest.

Der Widerspruch kommt dabei ziemlich kreativ daher: Anstatt im Netzwerk Google+ das eigene Gesicht zu zeigen, ersetzen viele ihre Aufnahme durch ein Foto von Google-Chef Eric Schmidt. Der britische "Guardian" zitiert einen Nutzer   mit dem Kommentar: "Ich habe mein Profilfoto ausgetauscht. Jetzt kann Eric Schmidt ruhig wissen, wie sehr Eric Schmidt und - mit deiner Hilfe - auch Eric Schmidt an seinem Produkt Freude hat." Ein anderer Nutzer fasst sich kürzer: "Eric Schmidt kann sein eigenes Foto für Google-Anzeigen verwenden, nicht meins!"

Die neuen Werberegeln  sollen es ermöglichen, Reklame abhängig vom Nutzerverhalten zu schalten. Wer etwa ein Unternehmen oder Restaurant mit einem lobenden "+1" bedacht hat, dessen Foto könnte ab November in den entsprechenden, bezahlten Anzeigen zum Beispiel auf Google Maps erscheinen. Genauso können Profilnamen und Foto in Erfahrungsberichten angezeigt werden, etwa in der Bewertung einer Band auf Google Play.

Es bleibt nun abzuwarten, wie Google auf die Nutzeraktionen mit den "geliehenen" Schmidt-Konterfeis reagiert. Die AGB sehen eine strikte Klarnamenspflicht und das Verbot von "Identitätsdiebstahl " vor. Ob Eric Schmidt die Werbeoption für seinen Namen und sein Gesicht deaktiviert habe, sei übrigens nicht bekannt, höhnte der "Guardian".

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