Facebooks Aquila: Der erste Flug der Internet-Drohne
Aquila-Drohne Unfallermittler untersuchen Facebooks Testflug
Offenbar war der erste Testflug von Facebooks Internet-Drohne Aquila nicht ganz so erfolgreich, wie in einem Blog-Post des Unternehmens angedeutet. Die US-Flugsicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) untersucht einen Zwischenfall bei der Landung, den sie als Unfall einstuft.
Facebook hatte nach dem ersten Flug von einem erfolgreichen Test gesprochen, auch wenn ein nicht näher umschriebenes "strukturelles Versagen" vor der Landung erwähnt wurde. Dennoch erweckte der damalige Blog-Eintrag den Eindruck, das Fluggerät sei sicher gelandet. Die Drohne war gut eineinhalb Stunden in niedriger Flughöhe in der Luft geblieben.
Die Untersuchung des NTSB, das unter anderem für Flugzeugabstürze zuständig ist, wurde in der Nacht zum Dienstag durch einen Bericht des Finanzdienstes Bloomberg bekannt. Das NTSB spricht von einem Unfall, was einen umfangreichen Schaden voraussetzt. Am Boden sei allerdings laut dem Bloomberg-Bericht kein Schaden entstanden.
Erneuter Rückschlag
Facebook will mit Drohnen und Satelliten Milliarden Menschen ohne Internetzugang schneller ins Netz bringen. Die Drohnen sollen aber auch dazu dienen, beispielsweise nach Naturkatastrophen schnellen Internetzugang wiederherzustellen. Auch die Google-Mutter Alphabet arbeitet an ähnlichen Konzepten. Im Mai 2015 war eine Solara-Drohne des Konzerns kurz nach dem Start abgestürzt.
Facebooks von Solarenergie angetriebene Drohne Aquila mit vier Elektromotoren und der Flügelspannweite einer Boeing 737 soll monatelang in einer Höhe von bis zu 27 Kilometern kreisen und Signale für schnelle Internetverbindungen zur Erde schicken.
Facebooks Aquila: Der erste Flug der Internet-Drohne
Facebook hatte zuletzt Anfang September bei seinen Plänen zur Internetversorgung entlegener Gebiete einen Rückschlag erlitten, als der erste Satellit des Onlinenetzwerks bei einer Raketenexplosion zerstört wurde. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte damals auf die Drohnen als Alternative verwiesen: "Zum Glück haben wir andere Technologien wie Aquila entwickelt, die Menschen auch verbinden werden."