Facebook Messenger: Tests mit Anzeigen bald weltweit - DER SPIEGEL
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Chat-Software Im Facebook Messenger gibt es bald Werbung

Für viele Deutsche ist Facebooks Messenger die erstbeste Alternative zu WhatsApp. Jetzt will Facebook auf der Startseite der App Werbeanzeigen einblenden.
App-Icons von Facebook und Facebook-Messenger
App-Icons von Facebook und Facebook-Messenger

App-Icons von Facebook und Facebook-Messenger

Foto: Jens Büttner/ dpa
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1,2 Milliarden Menschen nutzen regelmäßig Facebooks Messenger-App - klar, dass so eine Plattform auch für Werbetreibende interessant ist. Facebook weiß diese Chance zu nutzen und hat mit regionalen Tests bereits einen Eindruck davon vermittelt , wie Anzeigen im Messenger ausssehen können.

Jetzt wird dieses bislang auf Australien und Thailand beschränkte Experiment ausgeweitet. Weltweit könnten Nutzern daher bald Anzeigen in die App eingespielt bekommen. Facebook spricht weiter von einer Beta-Phase, die nun aber global stattfindet. Werbekunden könnten Facebooks Targeting-Tool nutzen, um genau die gewünschte Zielgruppe per Messenger zu erreichen, heißt es in einer Ankündigung des Unternehmens .

Messenger-Chef Stan Chudnovsky sagte bei einer Veranstaltung zum Thema Anzeigen, man wolle "langsam beginnen" und auf das Nutzer-Feedback achten. Im Januar hatte Facebook bereits angekündigt, dass die Anzeigen während der Tests nicht innerhalb von Chat-Dialogen auftauchen werden .

Erscheinen sollen die Anzeigen stattdessen auf der Startseite des Messengers, gemeint ist damit die "Nachrichten"-Ansicht, die beim Öffnen der App erscheint. Sieht man sich einen Screenshot aus einem Facebook-Werbevideo an, erkennt man, dass die Anzeigen als gesponserte Inhalte gekennzeichnet werden. Klicken Nutzer auf die Anzeigen, wird ein vom Werbetreibenden festgelegter Link aufgerufen.

NUR ALS ZITAT Screenshot Messenger Ads

NUR ALS ZITAT Screenshot Messenger Ads

Foto: Facebook

Auffallend ist: Die Werbung kann vergleichsweise viel Platz auf dem Display einnehmen. Im Fall des Beispiels aus dem Werbevideo ist die Anzeige so groß wie vier Chat-Vorschauen zusammen. Solche Anzeigen könnten - wenn Facebook sie zu oft zulässt - schnell als aufdringlich empfunden werden.

Mancher Nutzer ärgert sich schon jetzt über zusätzlich zu seinen Chats auftauchende Messenger-Nachrichten. Dass sind beispielsweise automatisierte Hinweise, ob man nicht einem bestimmten Freund zum Geburtstag gratulieren will oder ob man eine Nachricht an einen gerade auf Facebook hinzugefügten Kontakt senden will.

Mit der Einführung der Anzeigen im Messenger könnte für manchen Nutzer auch WhatsApp attraktiver werden, obwohl die App ebenfalls zu Facebook gehört. Hier gibt es keine Werbung - man kann sich ungestört mit Freunden unterhalten, ohne dass Werbung dazwischenfunkt. Zumindest ist das derzeit noch so.

mbö

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