Facebook will die Cursor-Bewegungen seiner Nutzer auswerten - DER SPIEGEL
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Website-Analyse Facebook will die Mausbewegungen seiner Nutzer auswerten

Wo lauert der Mauszeiger? Facebook will wissen, wie seine Mitglieder das soziale Netzwerk nutzen. Mit einer neuen Software könnte jede Mausbewegung ausgewertet werden - angeblich ganz im Sinne der Kunden.
Facebook-Logo: Wissen, was die Mitglieder auf der Website machen
Facebook-Logo: Wissen, was die Mitglieder auf der Website machen

Facebook-Logo: Wissen, was die Mitglieder auf der Website machen

Foto: Jessica Binsch/ dpa
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Facebook möchte so viel wie möglich über das Nutzungsverhalten seiner Mitglieder in Erfahrung bringen. Je besser das soziale Netzwerk seine Kunden kennt, desto zielgenauer lässt sich schließlich Werbung platzieren. Einem Bericht des "Wall Street Journal " zufolge testet das Unternehmen nun eine Software, die jede Interaktionen der Anwender mit dem sozialen Netzwerk aufzeichnet.

Die Maus-Überwachung soll messen, wie lange ein Nutzer mit seinem Cursor auf bestimmten Bereichen der Webseite verharrt, wo mit einem Rechtsklick weitere Aktionen eingeleitet werden, wann gescrollt wird.

Facebook-Manager Ken Rudin wird mit der Aussage zitiert, die erbrachten Daten würden gesammelt, um sie für unterschiedliche Zwecke zu nutzen. Sie würden zur Entwicklung neuer Produkte und zur verbesserten Platzierung von Werbung genutzt. Die Aufzeichnung der Cursor-Bewegungen würden die Kenntnisse darüber, wie Facebook-Mitglieder die Seite nutzen, erheblich erweitern.

Um diese so aufgezeichneten Daten auswerten zu können, bereite Rudin, der 2012 vom Spieleanbieter Zynga zu Facebook wechselte, die Infrastruktur des Unternehmens auf die Verarbeitung wesentlich größerer Datenmengen als bisher vor, so das "Wall Street Journal".

Dabei sei Facebook nicht das erste Unternehmen, das die Mausbewegungen der Besucher auf seiner Webseite aufzeichne. So protokolliere etwa die Bildagentur Shutterstock buchstäblich alles, was ein User auf ihrer Webpräsenz tue.

Facebook-Nutzern, die sich unterwegs von ihrem Smartphone oder Tablet aus bei dem Netzwerk , bleiben von der Verhaltensanalyse allerdings ausgeschlossen. Bislang lässt sich nicht messen, wo und wie lange ein Nutzer seine Finger über dem Touchscreen schweben lässt, bevor er einen Link anklickt. Doch zumindest könne festgestellt werden, ob der Newsfeed eines Mitglieds zu einem bestimmten Augenblick auf dem Bildschirm sichtbar sei.

Bedenken gegenüber der neuen Technik versucht Facebook auszuräumen. Gegenüber "Mashable " erklärte ein Sprecher, es gehe bei der Erfassung der Cursor-Bewegungen lediglich um Produktverbesserungen. "Wir teilen diese Informationen mit niemanden außerhalb von Facebook, und wir nutzen sie auch nicht für personalisierte Werbung."

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Foto: SPIEGEL ONLINE
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