Facebook will Werbe-Deal mit Videoproduzenten eingehen - DER SPIEGEL
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YouTube-Konkurrenz Facebook will Videoproduzenten am Werbeumsatz beteiligen

Wer Videos bei Facebook veröffentlicht, könnte damit in Zukunft Geld verdienen - wie bei YouTube. Das soziale Netzwerk testet das neue Erlösmodell jetzt mit einigen Partnern.
Facebook-Logo: Künftig mehr Umsatz durch Videowerbung?
Facebook-Logo: Künftig mehr Umsatz durch Videowerbung?

Facebook-Logo: Künftig mehr Umsatz durch Videowerbung?

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Um seinen Mitgliedern mehr exklusive Videos zeigen zu können, bietet Facebook Produzenten von Videos jetzt testweise eine Beteiligung am Werbeumsatz an. Dem Tech-Magazin "Re/Code " sagte Facebook-Manager Dan Rose, ein solches System würde einen großen Anreiz schaffen, mehr Video-Inhalte auf Facebook zu veröffentlichen.

Das Beteiligungsmodell soll allerdings nicht für alle bei Facebook veröffentlichten Videos gelten. Vielmehr sollen nur Videos erlösfähig sein, die in der neuen Rubrik "Suggested Videos" (empfohlene Videos) erscheinen. Die Videos in dieser Rubrik werden von externen Partnern zugeliefert.

Die Funktionsweise: Wenn man auf Facebook zum Beispiel einen Sport-Clip anklickt, kann man zu einer Liste empfohlener Videos gelangen, die zum einen den gewünschten Clip enthält, gleichzeitig aber thematisch passende Clips der Partnerfirmen anzeigt.

Die Werbeeinnahmen sollen ähnlich wie bei YouTube aufgeteilt werden. 55 Prozent der Erlöse sollen an den Urheber des Films gehen, 45 Prozent bei Facebook verbleiben. Wenn das Modell ein Erfolg wird, könnte Facebook mit seinen 1,4 Milliarden Mitgliedern und, nach eigenen Angaben, vier Milliarden Videoaufrufen täglich, eine neue Konkurrenz für Googles Videoportal YouTube werden.

Noch ist das Projekt aber in der Testphase. Derzeit probiert Facebook sein Video-Erlösmodell mit Partnern wie "Funny or die", der Basketball-Liga NBA und Fox Sports aus. Getestet wird derzeit ausschließlich mit iOS-Geräten innerhalb einer begrenzten Testgruppe. Innerhalb der nächsten Monate soll die Zahl der Tester schrittweise erhöht werden, Android- und PC-Nutzer sollen später im Jahr eingebunden werden, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Fortune ".

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