Fahndungserfolg: BKA verhaftet Kontodatendiebe - DER SPIEGEL
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Fahndungserfolg BKA verhaftet Kontodatendiebe

Im Kampf gegen Online-Kriminalität ist dem Bundeskriminalamt ein Fahndungscoup geglückt. Sieben Mitglieder einer international agierenden Gangstertruppe wurden festgenommen. Sie hatten Kontodaten ausgespäht, um so an die Ersparnisse ihrer ahnungslosen Opfer zu kommen.
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Frankfurt - Schäden in Millionenhöhe seien durch die Aktion verhindert worden, glaubt man bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und dem BKA. Die Staatsanwaltschaft habe schon seit Dezember vorigen Jahres gegen insgesamt zehn Deutsche und Litauer ermittelt, weil der Verdacht bestand, sie seien Mitglieder einer kriminellen Vereinigung.

Sie hätten geplant, Online-Konten bei deutschen Kreditinstituten zu plündern, nachdem sie auf betrügerische Weise die für Bankgeschäfte über das Internet notwendigen Daten der Kunden abgefragt hätten. Zum Abfischen der Kontendaten hätten sie Trojaner benutzt, die auf Rechnern verborgene Operationen ausführen, um Daten auszuspähen.

Mit gefälschten Dokumenten hätten die jetzt Verhafteten Scheinwohnsitze gegründet und Konten bei Banken im Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen eröffnet, um dort die ergaunerten Summen zwischenzulagern. Von dort hätte das Geld dann an Hintermänner in Osteuropa überwiesen werden sollen.

Das BKA spricht von zahlreichen Belegen für die Schuld der Festgenommenen. Bei Hausdurchsuchungen in sechs Städten sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Tatsächlich hat man bei der Aktion vermutlich nur in Deutschland und anderswo angeheuerte Handlanger erwischt - dass man auch an die eigentlichen Drahtzieher solch internationaler Phishing-Aktionen herankommt ist eher unwahrscheinlich.

Ob bei den Betrugsversuchen auch sogenannte Phishing-Mails beteiligt waren, war zunächst nicht zu erfahren. In solchen E-Mails wird dem Opfer vorgegaukelt, seine Bank erbitte auf einer speziellen Webseite die Eingabe von Passwörtern und Sicherheitscodes. In Wahrheit landen die Daten jedoch über gefälschte Webseiten bei den Kriminellen, die damit Zugang zum Konto des gutgläubigen Netznutzers bekommen können.

Das BKA rät Bankkunden, zum Schutz vor solchen Betrügereien nicht auf E-Mails zu antworten, in denen die Bank vertrauliche Daten wie Kontonummer, PIN oder TANs abfragt. Keine Bank versende solche Anfragen per E-Mail. Außerdem wiesen die Bundespolizisten wieder einmal auf Dinge hin, die eigentlich inzwischen selbstverständlich sein sollten: dass man seinen Rechner mit einer aktuellen Firewall und Virenschutzsoftware gegen unerwünschte Eindringlinge schützen sollte nämlich.

cis/AFP/rtr/dpa

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