Fahndungserfolg: Polizei hebt Kinderpornoring aus - DER SPIEGEL
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Fahndungserfolg Polizei hebt Kinderpornoring aus

Ein Jahr nach dem erfolgreichen Zugriff auf einen seiner Mitglieder hat die Karlsruher Polizei einen bundesweit vernetzten Kinderporno-Ring ausgehoben. In 51 Fällen kam es zu Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen. Die Adresse hatte die Polizei aus dem E-Mail-Adressbuch eines Verdächtigen.
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Bei Durchsuchungen seien 558 Videokassetten, 315 Disketten, 280 CDs, 24 PCs und zwei Digitalkameras sichergestellt worden, die zum Speichern oder Verbreiten von Kinderpornografie im Internet benutzt worden seien, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Karlsruhe mit. Bei den "mehreren tausend Darstellungen" handle es sich um Fälle, bei denen Männer offenbar in Osteuropa und in Asien ausschließlich kleine Jungen missbrauchten. Darunter seien auch Szenen mit Gewalt- und Tierpornografie.

Bereits vor knapp einem Jahr war ein 31-jähriger Mann aus Karlsruhe ins Visier der Ermittler geraten, weil er im Internet Kinderpornos angeboten hatte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung habe die Polizei Datenträger mit den E-Mail-Adressen von 50 Kontaktpersonen sichergestellt, mit denen der Mann die verbotenen Filme und Bilder getauscht hatte.

Die Männer aus dem gesamten Bundesgebiet seien von den Beamten aus fast 5500 E-Mail-Kontakten herausgefiltert worden. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp. Einige Beschuldigte seien den Strafverfolgungsbehörden bereits bekannt und wegen des Besitzes und Verbreitens von Kinderpornografie vorbestraft.