Family-Killer: "Keine Zeit Kinder, ich surfe!" - DER SPIEGEL
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Family-Killer "Keine Zeit Kinder, ich surfe!"

Jeder fünfte deutsche Internetnutzer schränkt seine sozialen und familiären Kontakte durch die Beschäftigung mit dem Internet deutlich ein. Das geht aus der jetzt vorgestellten Untersuchung "Die sozialen Folgen des Internets" hervor.
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Danach gaben 18 Prozent der Internet-Nutzer an, dass ihre Zeit vor dem Computer zu Lasten der Familie geht. Jeweils 20 Prozent der Befragten meinten, sie würden jetzt weniger Zeitung lesen, weniger mit Freunden telefonieren und weniger Bücher lesen. Jeder dritte schätzte, dass er weniger Zeit zum Schlafen finde. 41 Prozent gaben an, sie hätten weniger Zeit zum Fernsehen als früher.

Die Untersuchung wurde zunächst von der Stanford Universität für die USA durchgeführt. Für die deutsche Vergleichsstudie wurden Ende Mai und Anfang Juni 1227 Teilnehmer des Forsa-Online-Panels befragt.

Professor Norman Nil von der amerikanischen Stanford Universität wertete die Studie als Anhaltspunkt dafür, dass das Internet die Gefahr einer sozialen Isolierung berge. Lutz Erbring, Professor des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Freien Universität Berlin und ein Semester lang Gastdozent in Stanford, wertete die zunehmende Nutzung von E-Mails als einen Beweis dafür, dass sich bei der Kommunikation eine Verschiebung von Qualität zu Quantität zeige.