FBI schließt Webseiten mit raubkopierten Android-Apps - DER SPIEGEL
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Netzwelt-Ticker FBI beschlagnahmt Piraten-Domains für Android-Apps

US-Justizministerium und FBI gehen gemeinsam mit französischen und niederländischen Behörden gegen illegale App-Vertriebe vor. Drei Websites wurden jetzt beschlagnahmt, das FBI verspricht App-Entwicklern Schutz.
Applanet.net: Die US-Bundespolizei FBI hat die Beschlagnahmungsaktion geleitet
Applanet.net: Die US-Bundespolizei FBI hat die Beschlagnahmungsaktion geleitet

Applanet.net: Die US-Bundespolizei FBI hat die Beschlagnahmungsaktion geleitet

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Auf Veranlassung des US-Justizministeriums  hat das FBI drei Websites geschlossen und die Domains beschlagnahmt. Den Betreibern wird vorgeworfen, Raubkopien von Android-Programmen verkauft zu haben. Wer nun die betroffenen Domains Applanet.net, Appbucket.net und Snappzmarket.com ansteuert, sieht ein Beschlagnahmeschild mit dem Hinweis auf die Maßnahme wegen Urheberrechtsverletzung.

Die Aktion vom gestrigen Dienstag ist Teil der breiter angelegten Anstrengungen der Washingtoner Behörden zur weltweiten Bekämpfung der Online-Piraterie. Der stellvertretende Justizminister Lanny Breuer erklärte: "Die Verfolgung der Piraterie von urheberrechtlich geschützten Werken einschließlich beliebter Apps besitzt für die Strafrechtsabteilung oberste Priorität." Software sei ein "wesentlicher Teil der Wirtschaft und Kreativkultur" geworden, daher bemühe man sich, die Urheber dieser Apps zu schützen.

Allem Anschein nach handelt es sich bei der Beschlagnahmung um die erste, die sich ausschließlich auf Android-Apps bezieht. Zuvor hatten FBI-Beamte tausende geschützter Apps für Mobilgeräte von den Seiten der drei Anbieter heruntergeladen. Diese kassierten zwar für die Anwendungen, leiteten das Geld aber nicht an die eigentlichen Entwickler weiter. Im Unterschied zu früheren Piraterie-bezogenen Aktionen, bei denen die Einwanderungs- und Zollbehörde maßgeblich beteiligt war, wurde die aktuelle Operation von den Bundespolizisten des FBI durchgeführt .

Neben den US-Stellen waren laut der Mitteilung des US-Justizministeriums auch französische sowie niederländische Strafverfolgungsbehörden beteiligt. Deren Mithilfe sei notwendig geworden, weil sich die Server, auf denen das illegale Material gespeichert sei, im Ausland befänden und somit dem direkten Zugriff der US-Beamten entzogen waren.

Vorerst im Dunkeln bleibt die Höhe des vermutlich verursachten Schadens. Es gab weder Angaben zur Anzahl der betroffenen Entwickler noch der unrechtmäßig verkauften Apps oder der Schadenssumme. Die IT-Sicherheitsfirma Arxan Technologies behauptet in einem Bericht  (PDF), dass 92 der 100 erfolgreichsten iOS-Apps und sämtliche 100 meistverkauften Android-Apps bereits geknackt wurden.

meu

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