FCC verbietet W-Lan-Störsender in Hotels - DER SPIEGEL
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W-Lan-Nutzung US-Behörde verbietet Hotelbetreibern Hotspot-Störsender

Hotels, die Störsender betreiben, um die Nutzung mobiler W-Lan-Hotspots zu verhindern, müssen in den USA mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Die Regulierungsbehörde FCC betrachtet funkgestützte Kommunikation als Grundrecht.
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Die amerikanische Regulierungsbehörde FCC hat am Dienstag eine Vorgabe veröffentlichte , der zufolge es Hotelbetreibern verboten ist, den betrieb privater W-Lans in ihren Häusern technisch zu unterbinden. In dem Dokument heißt es ausdrücklich, dass Personen oder Unternehmen, die bei W-Lan-Hotspots absichtlich Störungen herbeiführten, sich strafbar machen würden.

Die Stellungnahme der FCC geht der Technik-Website "Ars Technica"  zufolge auf Auseinandersetzungen der Hotelkette Marriott mit erbosten Hotelgästen zurück. Letztere hatten angeführt, ihre persönlichen Hotspots seien blockiert worden, um sie zur Nutzung des kostenpflichtigen Marriott-Netzwerks zu zwingen.

Die FCC schreibt in ihrer Vorgabe, sie habe den "beunruhigenden Trend" beobachtet, dass Hotelbetreiber die Nutzer privater Hotspots behindern würden. Die Behörde wolle nun aktiven Verbraucherschutz betreiben, indem sie gegen im Falle solcher Störversuche "aggressiv ermittelt und vorgeht".

600.000 Dollar Geldstrafe

Die FCC hatte bereits im Oktober 2014 gegen die Marriott-Kette eine Geldbuße von 600.000 Dollar verhängt . Grund war die W-Lan-Blockade in einem Hotel in Nashville gewesen. Die Hotelkette zahlte zwar, forderte jedoch von der FCC, ihre W-Lan-Blockaden künftig zu gestatten. Diese würden nur der Sicherheit des eigenen Netzwerks dienen.

Die FCC schärfte Hotels, Konferenzzentren und anderen gewerblichen Einrichtungen nun ein, keinesfalls private W-Lan-Verbindungen zu kommerziellen Zwecken zu stören oder zu unterbrechen. Ein solches Vorgehen seien illegal und könnte empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen.

Keine Chance für W-Lan-Blockaden

In einer Stellungnahme erklärte FCC-Kommissionsmitglied Jessica Rosenworcel, es gebe andere Möglichkeiten, um legitime Sicherheitsinteressen im Bereich von Netzwerken zu gewährleisten. Die W-Lan-Blockade gehöre nicht dazu, das sei eine "schlechte Idee" .

Auch der FCC-Vorsitzende Tom Wheeler erteilte dem Ansinnen der Marriott-Kette, die Regeln zu ändern, eine Absage. Das Kommunikationsgesetz schütze jeden Bürger vor absichtlicher oder böswilliger Störung funkgestützter Kommunikation. Das gelte auch für W-Lan-Verbindungen. Die Marriott-Forderung, ihre Gäste aus Nicht-Hotelnetzen auszusperren, widerspreche diesem grundlegenden Prinzip.

meu