Flexcoin: Bitcoin-Handelsplattform ausgeraubt - DER SPIEGEL
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Flexcoin Bitcoin-Handelsplattform ausgeraubt

Umgerechnet 430.000 Euro sollen einfach weg sein: Eine kleine kanadische Bitcoin-Handelsplattform wurde ausgeraubt. Die Betreiber schließen das Angebot - sie haben kein Geld, um die Kunden auszuzahlen. Japan will die Kryptowährung stärker regulieren.
Bitcoin-Logo: Händler wie dieses Café in Vancouver akzeptieren die Kryptowährung
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Foto: Andy Clark/ REUTERS
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Die in Kanada ansässige Bitcoin-Handelsplattform Flexcoin schließt. Angreifer hätten eine Schwachstelle in der Software ausgenutzt und Bitcoins im Wert von umgerechnet 430.000 Euro entwendet. Der Anbieter hat nach eigenen Angaben nicht die Mittel, um Kunden den Verlust zu ersetzen. Betroffen sind alle Nutzer, die ihre Digitalwährung auf den Servern der Handelsplattform gelagert haben, statt sie zum Beispiel auf dem eigenen Computer zu speichern.

Das Ende der Handelsplattform ist ein weiterer Rückschlag für die Digitalwährung Bitcoin. Ende Februar hatte die einst größte Handelsplattform Mt. Gox aus Japan einen Insolvenzantrag gestellt. Auch hier ist es möglicherweise zu einem Diebstahl gekommen. Der Fall spielt allerdings in einer ganz anderen Liga. Bei Mt. Gox sollen Bitcoins im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar verschwunden sein.

Die Grundidee von Bitcoins ist ein Zahlungsverkehr, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Bitcoins werden durch komplexe Rechenprozesse am Computer erzeugt. Die Digitalwährung lässt sich in staatliches Geld eintauschen, wobei der Kurs stark schwankt. Finanzjongleure hatten Bitcoins deshalb als Spekulationsobjekt für sich entdeckt.

Der Kurs der Digitalwährung war 2013 an Handelsplätzen wie Mt. Gox von gerade einmal 13 Dollar auf zeitweise über 1000 Dollar pro Bitcoin hochgeschossen. Auf nahezu jede Negativ-Meldung folgt eine Kursdelle.

Einige Händler akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel. Beim großen US-Onlinehändler Overstock.com kann seit knapp zwei Monaten mit der digitalen Währung gezahlt werden. Seitdem haben 4300 Kunden mit Bitcoins Waren im Wert von einer Million Dollar (umgerechnet 730.000 Euro) gekauft.

Japan will Bitcoin-Handel regulieren

Seit Monaten debattieren Politiker und Finanzaufseher darüber, ob der Bitcoin staatlicherseits reguliert werden müsse. Dabei geht es auch um die Sorge, dass Kriminelle die digitale Währung für ihre Geschäfte nutzen könnten. Bitcoin-Befürworter halten dagegen, dass die meisten Drogen oder Waffen mit Dollar bezahlt würden.

Am Mittwoch berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo, dass die japanische Regierung nach der Insolvenz von Mt. Gox künftig Bitcoins ähnlich wie Gold behandeln wolle. Eventuell sollten auch Steuern auf Gewinne aus dem Handel mit der digitalen Währung erhoben werden.

US-Notenbankchefin Janet Yellen forderte zuletzt, der Kongress solle gesetzliche Beschränkungen für virtuelle Währungen prüfen. Die in Shanghai ansässige weltgrößte Bitcoin-Börse BTC China hat dem Handel bereits Schranken gesetzt, nachdem die heimischen Behörden Finanzinstituten entsprechende Geschäfte verboten hatten. Und Russland warnte, der Einsatz von Bitcoins als alternative Währung sei illegal.

Kryptowährungen: Diese Alternativen gibt es zu Bitcoin

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Ripple

Ripple (Marktkapitalisierung etwa 1,5 Mrd. Dollar)
Ripple (XRP) ist zwar eine eigene Digitalwährung, vor allem aber ein währungsneutrales Tauschnetzwerk, über das diverse Arten von Zahlungsmitteln getauscht werden können. Deswegen taucht Ripple  in einigen Listen gar nicht als eigenes Digitalgeld auf.
Chris Larsen von Ripple Labs: "Über das Ripple-Netzwerk können Einzelpersonen und Institutionen klassische Währungen tauschen, Kryptowährungen, Mobilfunkminuten, Bonuspunkte und vieles mehr."

lis/dpa/Reuters

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