Fortpflanzung on Demand Brite eröffnet Eizellen-Laden im Internet
John Gonzales macht Frauen glücklich. Schon seit dem Jahr 2002 können fortpflanzungswillige Damen ohne den nötigen Herrn auf seiner Webseite ManNotIncluded.com menschliches Sperma bestellen. Die Samenspender können per Katalog begutachtet werden, so dass die Mütter in spe auf ein Wunschkind im wahrsten Sinne des Wortes hoffen können: blaue Augen, dunkles Haar, groß und schlank - ganz nach den Vorstellungen der künftigen Mama.
Der Bestellservice löste bei seiner Einführung Proteststürme aus, kirchliche Organisationen aber auch Fortpflanzungsmediziner äußerten ethische Bedenken und warnten vor potenziellen Gefahren des Sperma-Handels. Inzwischen ist ManNotIncluded.com ein florierendes Unternehmen, sechs Online-Babys seien mit Hilfe seines Unternehmens schon zur Welt gebracht worden, berichtet Gonzales. 9000 Samenspender sind inzwischen registriert.
Das Angebot der anonymen Spenden erfreut sich offenbar besonders bei lesbischen Kundinnen größter Beliebtheit. Das erste mit Spendersamen gezeugte Kind beglückte allerdings ein heterosexuelles Paar in England. Gonzales will seine Produktpalette jetzt erweitern: Auf der neuen Webseite WomanNotIncluded.com können seit heute weibliche Eizellen bestellt werden. "Wir glauben, dass wir der erste umfassende Online-Lieferant von Eizellen sind", sagt Gonzalez. Die Einschreibung koste gut 200 Euro, jede Eizelle 900 bis 1800 Euro. In Großbritannien ist es verboten, Eizellen-Spendern mehr als ihre Kosten zu erstatten, aber die Website richtet sich an ein globales Publikum. Spender aus dem Ausland könnten demnach durchaus hohe Honorare bekommen.
Die Eizellen werden bei Bestellung direkt an die Klinik geschickt, die dann die künstliche Befruchtung durchführt, informiert die Webseite. Bisher haben sich 40 Eizellen-Spenderinnen gefunden, die potenzielle Kundinnen über ihr Aussehen, ihre Gesundheit und zum Teil auch über ihre akademischen Leistungen informieren.