Foto-Projekt FILMography: Hier sieht es aus wie im Kino
Foto-Projekt FILMography Bilder wie im Film
Der US-Fernsehautor Christopher Moloney arbeitet in Manhattan, südlich des Central Park am Columbus Circle. Wenn er aus seinem Bürofenster schaut, sieht er die Häuserschlucht, durch die im ersten Ghostbusters-Film der Marshmallow-Mann auf die schockierten Schaulustigen zuläuft.
An diese Filmszene erinnerte sich der Kanadier Moloney vor ein paar Monaten, als er wieder aus dem Fenster blickte. Er druckte ein Bild des Marshmallow-Manns aus, hielt es passend in das Stadtpanorama am Columbus Circle und fotografierte die Kombination aus Ausdruck und Wirklichkeit mit seinem Smartphone. Moloney veröffentlichte sein Filmfoto auf Facebook, seine Freunde waren begeistert. So fotografierte der Fernsehschreiber weitere Ausdrucke von Film-Standbildern vor realen Kulissen, im Juni startete er das Tumblr-Blog FILMography . Mehr als 200 solcher Aufnahmen hat er bislang gemacht.
In New York hat Moloney es natürlich leicht, die Drehorte bekannter Filme aufzusuchen. Der Autor erzählt: "In den hier gedrehten Filmen kann man im Hintergrund fast immer ein bekanntes Gebäude erkennen, was beim Verorten hilft. Viele Filmemacher nutzen dieselben Schauplätze, zum Beispiel die Federal Hall an der Wall Street, den Bethesda Fountain und die Bow Bridge im Central Park."
In den Central Park kommt Moloney von seinem Arbeitsplatz aus gut zu Fuß, um zum Beispiel auf den Spuren von "König der Fischer" zu fotografieren. Moloney hat aber auch schon in seiner Heimatstadt Toronto fotografiert (hier wurden zu Beispiel Szenen von "Chloe ", "Good Will Hunting " und "Resident Evil: Retribution " gedreht), in Chicago und sogar in Kambodscha. Moloney war im August dort. Er erzählt: "Ich habe den Tempel Ta Prohm besucht, wo 'Tomb Raider' gedreht wurde. Ein Reiseführer hat mir geholfen, zwei der Drehorte zu finden und dann noch den von 'Lord Jim' ."
Moloney kennt die Seite "Dear Photograph", wo Menschen mit einer ganz ähnlichen Technik alte Aufnahmen in der Gegenwart vor den Schauplatz halten. Maloney sagt zu Vergleichen von FILMography mit diesem Foto-Projekt: "Solche Vergleiche erscheinen mir unfair gegenüber Dear Photograph, das ist so viel mehr als ein Fotoblog, es ist ein Ort für Menschen, die sich an die guten und die schlechten Zeiten im Leben erinnern. Mein Blog zeigt Leuten nur, wo Filme gedreht wurden."
Fotoexperiment: Fenster in die Vergangenheit
Bislang hat Moloney nur eigene Aufnahmen veröffentlicht. Das ist keine bewusste Entscheidung. Moloney sagt: "Mir hat einfach bislang niemand Fotos geschickt, ich würde gerne die Fotos anderer mit den Besucher des Blogs teilen. Aber es muss gar nicht alles auf diesem Fotoblog erscheinen, ich wäre begeistert, wenn Menschen anderswo im Netz solche Filmfotos veröffentlichen."
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