Frohe Ostern Eier im Rechner
In fast allen Programmen haben Softwareentwickler solche Scherze eingebaut. In Microsoft Word 97 versteckt sich ein Pinballspiel, in Excel ein Flug über eine surreale Landschaft, und bei Corel Draw 5 hängt Elvis an einem Fallschirm.
Oft haben sich in den digitalen Ostereiern Programmierer verewigt, die ansonsten keine dankbare Erwähnung fanden. Sie haben sich satirische Seitenhiebe auf ihren Chef nicht verkneifen koennen. In einigen Versionen von AOL kann man beispielsweise ein winkendes Gesicht mit Tauchermaske sehen.
"Eine grosse Bekanntmachung, die Steve Case, den CIA und die frühere Sowjetische Republik von Georgien miteinander in Verbindung bringt", verkündet der kleine Mann und verspottet den AOL-Chef Case. In Microsofts Wein-Führer sind Fotos von Bill Gates mit nacktem Oberkörper bei einem Firmenpicknick zu sehen. Dazu ertönt die Melodie von "Pretty Woman".
In vielen Computerspielen sind dagegen geheime Erweiterungen absichtlich vom Hersteller eingebaut. "Es gibt keinen Produzenten, der sich nicht am Ende der Entwicklung eines Spieles ein wenig Zeit lässt, um Pfuschereien oder Geheimnisse mit einzubauen", erklärt Scott Pease von der Firma Neversoft. "Es verlängert die Lebenszeit der Produkte, da es diese Gemeinde von Leuten gibt, die alles herausfinden wollen."
Wer keinen Drang verspürt, sich auf eine stundenlange Eiersuche am Bildschirm zu begeben, aber dennoch die zahlreichen Verstecke entdecken will, sollte bei www.eeggs.com oder www.eastereggs.de vorbeischauen. Fleissige Softwareschnüffler haben bereits über 1500 Ostereier ausgegraben. Sie geben Wegskizzen und Anleitungen zu den kleinen Geheimnissen der Softwareentwickler.