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Der "Combat Flight Simulator 2" steht schon in den Geschäften, bald wird "Mechwarrior 4" kommen - beides hochwertige Titel. Und in den nächsten Monaten rollt ebenfalls der Nachschub: Da wäre zum Beispiel Gas Powered Games, deren "Dungeon Siege" eine Kombination aus Rollenspiel und Echtzeit-Strategie werden soll. Chef Chris Taylor hat vorher die "Total Annihilation"-Reihe entwickelt. Oder Bungie Software, die ihr grafisch bombastisch aussehendes "Halo" erst für die Microsoft-Spielekonsole Xbox, dann für den PC herausbringen.
Dazu kommt die FASA-"Battletech"-Lizenz, die zunächst Activision innehatte, dann an Microprose verkauft wurde. Die erste Frucht aus dieser Zusammenarbeit mit FASA Interactive ist "Mechwarrior 4", ein Programm, in dem riesige Kampfroboter, die "Mechs" eben, miteinander ringen. Aus dem gleichen Szenario stammt "Mechcommander 2", bei dem die Blechköpfe in einem Echtzeit-Strategietitel kämpfen.
Zudem fürchtet sich das Unternehmen nicht davor, Titel kurz vor der Fertigstellung zu kippen, wenn sie nicht dem Qualitätsniveau entsprechen. So geschehen mit dem Weltraum-Strategiespiel "Conquest" des Entwicklers Digital Anvil - und das wird immerhin von Chris Roberts ("Wing Commander") geleitet. Doch Roberts verlässt seine Softwareschmiede nun auf eigenen Wunsch.
Früher war der Softwareriese ein Spielezwerg
Lange, lange Zeit bestand das Spieleprogramm von Microsoft einzig und allein aus immer neuen Versionen des berühmten "Microsoft Flight Simulator". Mit der Einführung von Windows 95 überlegten sich die Marketingstrategen, nicht nur auf Office-Applikationen, sondern auch auf Spiele zu setzen. Als erstes brachte Microsoft Ende 1995 einen Joystick namens "Sidewinder" auf den Markt und passend dazu den Action-Titel "Fury3". Das war lediglich eine mit anderen Leveln versehene und an Windows angepasste Version von "Terminal Velocity" des Designteams Terminal Reality. Das arbeitet übrigens nach wie vor für Microsoft und stellt die "Monster Truck Madness"-Reihe her.
1997 kündigte der Betriebssystemhersteller eine Menge interessanter Programme an. Darunter waren einige Gurken wie "Urban Assault" oder "Outwars", aber auch "Age of Empires", von mehr als 800.000 Exemplare verkauft wurden. Das Echtzeit-Strategiespiel zeigte epische Breite, in dem es mehrere Jahrtausende umspannte, sah gut aus und war sehr gut spielbar. Gleiches gilt für den Nachfolger, wobei nun beide Programme inklusive zweier Erweiterungen als Kombipack in die Geschäfte kommen.
Im Rennspielbereich macht das Unternehmen ebenfalls von sich reden. Die "Madness"-Reihe umfasst Motorräder, Innenstadt-Rennen und Monster Trucks. Diese Programme stellen zwar nicht die Speerspitze ihres Genres dar, sind aber technisch ordentlich umgesetzt und machen Spaß.
Der schon lange existierende Simulationsbereich erhielt auch Zuwachs. 1998 flogen die Microsoft-Flieger im "Combat Flight Simulator" erstmals bewaffnet durch die Gegend und machten von der offenen Architektur des "Flight Simulators" Gebrauch. Genau wie dort ließen sich selbstgebastelte Flugzeuge und Szenerien importieren, die einen großen Teil des Erfolgs dieser Programme ausmachten. So gibt es bereits eine breite Basis von Hunderten Zusatz-CDs im Fachhandel. In der Entwicklung ist zudem ein Zugsimulator, der alle anspricht, die zu Hause keinen Platz für eine Modelleisenbahn haben.