Gamers Corner Widerstand ist zwecklos!
Ganz neu kündigt Activision eine Zusatz-CD zu "Star Trek: Voyager - Elite Force" an, dem erfolgreichsten Star-Trek-Produkt der letzten Monate. Neue Charaktere und Spielmodi von Entwickler Raven Software erwarten den geneigten Trekker, schon im Mai soll das Add-on in den Regalen stehen.
Außerdem arbeitet Cyberlore für Activision an "Star Trek: Borg Assimilator". Diese strategische Aufbau-Simulation konzentriert sich im Winter dieses Jahres auf eine Invasion der Borg. Dies sind Cyborgs, die alle Intelligenzwesen in ihre Gemeinschaft zwangsintegrieren - assimilieren eben. Und das Beste: Man übernimmt die Bösewichter, die Borg.
- Star Trek:"Deep Space Nine - Dominion Wars"
- Star Trek:"Bridge Commander"
- Cyberlore
- Totally Games
- Raven Software
- Interplay
- Simon & Schuster
- Activision
- PC Player
Schon länger angekündigt sind zwei Flottenkampf-Simulationen: Einmal wäre das "Deep Space Nine: Dominion Wars", das sich mit dem schon eingestellten Serien-Spin-off "Deep Space Nine" beschäftigt. Hier gibt der Kommandant Befehle an seine Streitmacht, um mit bösen Außerirdischen aus dem Gamma-Quadranten aufzuräumen. Zum Zweiten werkelt die Firma Totally Games, der schon Star-Wars-Simulationen entwickelt hat, an "Star Trek: Bridge Commander" - ebenfalls für Activision. Als Captain kommandiert der Spieler direkt von der Brücke aus seine Frauen und Mannen, kann aber auch all die schönen aus der Fernsehserie bekannten Stationen übernehmen.
Eine neue Serie?
Schon länger hält sich hartnäckig das Gerücht, dass eine weitere Serie im Star-Trek-Universum geplant sei. Sie soll zeitlich noch vor den "Classic"-Folgen mit Captain Kirk angesiedelt sein und weitaus actionlastiger ausfallen als "Deep Space Nine" oder "Star Trek: Voyager". Das bietet sich natürlich für weitere Computerspiel-Umsetzungen an.
Realität könnten die neuen Trekkie-Utopien schneller werden als gedacht: CNN berichtete vor knapp zwei Wochen von einem Treffen zwischen Paramount-Managern und Investment-Bankern, bei dem es um die Finanzierung der neuen Fernsehserie gehen sollte. Demnach wäre mit einer Produktion des neuen Star-Trek-Spin-offs schon ab März dieses Jahres zu rechnen. Der Game-Markt würde kaum lang brauchen, hier nachzuziehen.
Trekkie-Spiele gehörten zu den Ersten überhaupt
Mittlerweile werden von Star-Trek-Spielen die meisten Genres abgedeckt, ob Action, Strategie oder Rollenspiel - in jedem Bereich bieten Hersteller wie Activision oder Simon & Schuster passende Titel an. Das war nicht immer so. Die Historie der Spiele um das Raumschiff Enterprise nimmt ihren Beginn schon in den siebziger Jahren.
Zu Zeiten der Batik-T-Shirts missbrauchten Studenten an amerikanischen Universitäten die damaligen Großrechen-Anlagen, um "Star Trek" zu spielen. Bei diesem einfachen Zeitvertreib steuerte ein Spieler in einer Ansicht von oben einen Klingonenkreuzer, der andere die Enterprise. In der Mitte des Bildschirms befand sich ein Schwarzes Loch, das beide Schiffe anzog. Dagegen ankämpfend beschossen sich die Kontrahenten, bis nur noch einer übrig war. Das entspricht vielleicht nicht dem friedfertigen Kodex der Trekker, aber kompliziertere Programme waren damals nicht möglich.
In den Achtzigern brachte die britische Firma Firebird für den 16-Bit-Computer Atari ST einen grafisch hübschen, ansonsten aber recht kruden Adventure-Simulations-Mix mit schlichtem Namen "Star Trek" heraus. Ersten richtigen Erfolg hatte hingegen das Abenteuer "Star Trek: 25th Anniversary", obwohl es erst zwei Jahre nach dem Jubiläumsdatum in die Geschäfte kam. Mittlerweile weisen fast alle modernen Lizenztitel eine gute bis sehr hohe Produktqualität auf, sehr zur Freude der Spieler und der Hersteller.