Gesagt ist gesagt Opera-Chef geht baden
Tetzchners Plan: Kakaopause bei Mama in Island
Knapp über eine Million Mal wurde der neue Browser der norwegischen Firma in den ersten 100 Stunden herunter geladen. Ein ungeahnter Erfolg für Opera, den ewigen Geheimtipp, und vielleicht auch für Jon S. von Tetzchner, den Chef des Unternehmens. Der hatte sich Mitte letzter Woche werbewirksam mit einer humorigen Wette exponiert: Wenn die Million Downloads überschritten würden, hatte er versprochen, wolle er von Oslo aus nach Amerika schwimmen (eine Kakaopause bei Mama in Island plante er ein).
Jetzt ist es also so weit, und Opera dreht weiter an dem Marketing-Gag. Tetzchner am Montag auf der Webseite der Firma: "Ich habe zahlreiche Anfragen bekommen, ob ich wirklich zu den USA schwimmen würde, wenn wir die eine Million Downloads erreichen. Obwohl ich offen zugebe, dass mein Versprechen mehr auf Enthusiasmus als auf meinen Schwimmfähigkeiten und meiner körperlichen Verfassung beruhte, werde ich mein Bestes tun, es einzuhalten."
Gute Comedy ist gutes Marketing
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Tapfere Worte, die Tetzchner angeblich mit ersten Schwimm-Trainingsstunden im Fjord von Oslo am Wochenende unterfütterte. Was auch immer da noch folgen mag, wie weit ihn seine Kraulzüge auch tragen werden - unter Ausschluss der Öffentlichkeit werden die wohl nicht mehr stattfinden.
Tetzchners Firma entwickelt seit zehn Jahren Web-Browser, hat sich im Massenmarkt jedoch nie wirklich etablieren können. Argumente halfen da wenig, Spaß-Aktionen offenbar mehr. Grund genug, das Höchstmögliche aus dem Werbegag heraus zu kitzeln.
Nach seinen ersten Schwimmversuchen, ließ Tetzchner verlauten, hoffe er, sein Körperfett werde ihn warm genug und oben halten. Ganz alleine müsse er sich dabei nicht auf den Weg machen: An seiner Seite, im firmeneigenen Gummiboot, werde der PR-Chef der Firma den Atlantik überqueren. Angeblich als Wiedergutmachung dafür, dass er das voreilige Versprechen seines Chefs veröffentlicht habe. Die Fahrt im Gummiboot hat er sich wirklich verdient.