Gomorrha, Space Invaders, Viva Top 100 - kostenlos im Internet - DER SPIEGEL
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Kostenloskultur Das gibt es gerade im Netz geschenkt

Arte zeigt die Mafia-Serie "Gomorrha", der Klassiker "Space Invaders" wird zum verrückten Multiplayer-Spiel - und eine neue Nachrichtenseite will mit Afrika-Klischees brechen. Fünf Gratisangebote aus dem Netz.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

1. Feuer und Schwefel: Mafia-Serie "Gomorrha"

Szene aus "Gomorrha": Maria Pia Calzone als Immacolata Savastano

Szene aus "Gomorrha": Maria Pia Calzone als Immacolata Savastano

Foto: Arte

Bei einer Mafia-Familie am Esstisch "verfickte Scheiße" zu sagen, gehört sich ebenso wenig wie in jeder anderen Familie. Ein öffentliches Café mit Maschinenpistole und Handgranaten in eine Ruine zu verwandeln, gehört in einer Mafia-Familie derweil zum Alltag. Beides ist nachzusehen in der Serie "Gomorrha" nach dem gleichnamigen Roman von Roberto Saviano; hier gibt es keine Guten und viele Tote. Die Serie ist in der Arte-Mediathek  ab 18 freigegeben.

Nach der Veröffentlichung des Romans über die Camorra in Neapel erhielt Saviano Morddrohungen und musste zu seiner eigenen Sicherheit untertauchen. Die Kinoverfilmung gewann beim Filmfestival von Cannes 2008 den Großen Preis der Jury. Während die neue Serie den Terror als Tagesgeschäft inszeniert, bleiben die Figuren schwer zugänglich. Sie erscheinen auf den ersten Blick als Statisten der Gewalt - und zeigen nur zaghaft Persönlichkeit.

2. Invasion: Die besten "Space Invaders"-Apps

Fotostrecke

Invasion: Die besten "Space Invaders"-Apps

Foto: SixHourSoft

Die Außerirdischen kommen: Das Spielprinzip von "Space Invaders" ist mehr als 35 Jahre alt - und bis heute erscheinen neue Abwandlungen des Klassikers. Aber nicht alle Angebote in den App-Stores sind zu empfehlen. Einige werden schon nach wenigen Levels schier unlösbar schwer, andere hemmen den Spielfluss durch eine unpraktische Steuerung.

Die besten kostenlosen "Space Invaders"-Varianten zeigen wir in einer Bildergalerie zum Durchklicken - vom taktisch anspruchsvollen "Space Cadet Defender"  bis hin zum kniffligen Multiplayer-Spiel "TwinShooter" .

3. Afrika anders denken: "JournAfrica!"

Gerappte Nachrichten: Artikel von “JournAfrica!”

Gerappte Nachrichten: Artikel von “JournAfrica!”

Foto: Journafrica

Wie klingen gerappte Nachrichten aus dem Senegal ? Womit hat die erste private Nachrichtenagentur in Malawi  zu kämpfen? Solche Fragen beantwortet das Online-Magazin "JournAfrica!" . Das Motto lautet "Afrika anders denken". Die Macher wollen über das berichten, was hierzulande eher nicht in den Zeitungen steht.

Die Texte stammen von Journalisten vor Ort und erscheinen kostenlos in deutscher Übersetzung. Finanziert wird das Projekt zurzeit durch Spenden und Fördermittel. Auf lange Sicht wünschen sich die Initiatoren, dass auch etablierte Medien Artikel von "JournAfrica!" übernehmen, wie Mitgründer Philipp Lemmerich im Gespräch mit dem NDR-Magazin "Zapp"  erklärt.

4. Unmoralisches Angebot: "Der Besuch der alten Dame"

Reich und rachsüchtig: Christiane Hörbiger als Claire Zachanassian

Reich und rachsüchtig: Christiane Hörbiger als Claire Zachanassian

Foto: ARD

Früher waren Alfred und Claire ein Paar, heute setzt Claire ein Kopfgeld auf ihn aus. Der Dorfbewohner Alfred soll von seinen eigenen Nachbarn getötet werden, die neureiche Claire will dafür einen Betrag in Milliardenhöhe zahlen. So beginnt Friedrich Dürrenmatts Theaterstück "Der Besuch der alten Dame". Die Verfilmung aus dem Jahr 2008 ist bis zum 19. Oktober in der ARD-Mediathek zu sehen .

Auf den ersten Blick könnte man den Film auch für eine verschlafene Vorabendserie halten. Die Kulissen sind grau, das Schnitttempo langsam. Und doch lässt sich der Mief im Provinznest kaum besser darstellen.

Die Ironie des Films macht sich erst nach ein paar Minuten bemerkbar: Zum Beispiel, wenn die Dorfbewohner Alfred am Stammtisch in der Jagdhütte gut zureden, während die Hobbyjäger ringsum schon bedeutungsvolle Gewehrschüsse abfeuern. So wird "Der Besuch der alten Dame" zum skurrilen Krimi - und zur Parabel über Schuld und Bestechlichkeit.

5. So streamt man Mainstream: "Viva Top 100"

Screenshot: "Viva Top 100" vom 15. Oktober

Screenshot: "Viva Top 100" vom 15. Oktober

Foto: viva.tv

Das ist die Top 100 der deutschen Single-Charts: Playlists mit allen Musikvideos sind kostenlos auf Viva.tv  und Mtv.de  abrufbar. Jeden Freitag wird die Top 100 aktualisiert.

Auch die Charts des US-Magazins "Billboard"  sind kostenlos im Netz zu finden. Um die Lieder abzuspielen, müssen sich Nutzer jedoch mit Spotify oder Rdio . Die britischen Top 40 gibt es via Spotify-Link auf der offiziellen Website der Charts  zu hören. Die britische Website von MTV  bietet hierzu auch eine - leider unvollständige - Video-Playlist.


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