Google Android O: Was die Vorabversion des nächsten Betriebssystems bietet - DER SPIEGEL
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Smartphone-Betriebssystem: Die Neuerungen von Android O

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Smartphone-Betriebssystem Das ist neu in Android O

Am Mittwoch hat Google eine Vorabversion des nächsten Android-Betriebssystems veröffentlicht. Wir haben die neue Software ausprobiert und erklären, wie auch Sie das Update testen können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Software-Entwickler konnten die kommende Android-Version O schon seit März ausprobieren - doch das war kompliziert und fehleranfällig. Seit Mittwoch gibt es nun eine Vorabversion, die man auch als normaler Nutzer ausprobieren kann, einfach, indem man sich anmeldet und die Software via WLAN auf sein Handy lädt.

Eine Einschränkung aber gibt es: Die Betaversion läuft nur auf einer guten Handvoll Google-Smartphones und auf einer TV-Box. Konkret sind es die Modelle Nexus 5X, Nexus 6P, Pixel, Pixel XL, Pixel C und der Nexus Player.

Wer eines dieser Geräte hat, kann sich mit seinem Google-Account auf Android.com/beta  zum Betatest . Die Software wird dann automatisch auf dem gewünschten Gerät installiert. Bei unserem Test dauerte das, nach einem gut 900 MB großen Download, nur ein paar Minuten.

Ein bisschen Abenteuergeist gehört nach wie vor dazu, wenn man eine Vorabsoftware testet. Nicht immer läuft alles rund. Bei unserem Test stürzten bestimmte Apps manchmal ab und selten traf es auch das ganze Betriebssystem, was dann zu einem Neustart führt.

Das ist neu an Android O

Nun aber zu den interessantesten Neuerungen von Android O: Eine recht subtile Änderung sind die Notification Dots, kleine Punkte an App-Symbolen, die darauf hinweisen, wenn in der jeweiligen App neue Mitteilungen vorliegen. Von iOS-Geräten kennt man das schon länger. Dort wird aber zusätzlich gezeigt, wie viele Mitteilungen auf Abruf warten.

Außerdem bekommt man mehr Kontrolle über Mitteilungen. So kann man für viele Apps einzeln einstellen, wie sie Mitteilungen darstellen dürfen - ob sie also beispielsweise auch Töne abspielen oder gar den "Nicht stören"-Modus umgehen dürfen.

Sogar eine Schlummerfunktion für Mitteilungen wird es geben. So kann man, wenn man gerade keine Zeit hat, Meldungen quasi zur Wiedervorlage markieren.

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Smartphone-Betriebssystem: Die Neuerungen von Android O

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Mit der Auto-Fill-Funktion will Google es leichter machen, sich bei verschiedenen Webdiensten anzumelden. Dazu merkt sich das System Nutzernamen und teils auch Passwörter. Hört sich praktisch an, bedeutet aber auch, dass man diese Daten Google anvertrauen muss. In unserem Testsystem funktionierte die Neuerung ohnehin noch nicht sauber.

Per Smart Selection soll man beispielsweise in Nachrichten mit nur einem Doppeltipp eine Adresse oder einen Namen komplett auswählen können. Auf unserem Testgerät klappt das leider nicht so gut. Möglicherweise hat die Software noch Probleme mit der deutschen Version.

Apps starten schneller, wenn man Android O nutzt, verspricht Google. Auf unserem Testgerät war trotzdem keine subjektiv spürbare Beschleunigung zu spüren. Das mag am Betastatus des Betriebssystems liegen, das erst noch optimiert werden muss.

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Wieder einmal will Google den Stromverbrauch von Android reduzieren und damit die Akkulaufzeit verbessern. Damit das klappt, soll das System stärker kontrollieren, was Apps im Hintergrund tun. Auf unserem Testgerät war jedoch keine signifikante Veränderung der Akkulaufzeit spürbar.

Google Play Protect ist eine Neuerung, von der man im Idealfall gar nichts sieht. Sie soll Apps automatisch auf eventuelle Sicherheitsprobleme überprüfen und den Anwender auf potenzielle Gefahren hinweisen.

Die Einstellungen wurden vereinfacht, indem zusammengehörige Optionen gruppiert werden. So findet man unter "Security & Location" beispielsweise auch Infos über den aktuellen Stand der Sicherheitsupdates und dazu, ob der Geräte-Manager aktiviert ist.

Auf der Bühne auf der Google I/O wurde derweil noch gezeigt, wie man mit der neuen Bild-in-Bild-Funktion beispielsweise ein YouTube-Video in einem kleinen Fenster laufen lassen kann, während man im Web surft. Oder wie man ein kleines Videochat-Fenster geöffnet lässt, während man an einer Exceltabelle arbeitet.

Ob solche Anwendungsszenarien auf einem Handybildschirm aber sinnvoll sind, sei dahingestellt. In der aktuellen Betaversion von Android O konnten wird diese Neuerung ohnehin nicht finden.