Google: Ausgeklügelte Phishing-Attacke per Google-Docs-Einladung - DER SPIEGEL
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Phishing-Angriff Ausgeklügelte Attacke auf Google-Nutzer

Die E-Mail kam von einem bekannten Absender und war als Einladung zum Dienst Google Docs getarnt. Doch wer auf den Link klickte, gab einer Schadsoftware Zugriff auf sein Google-Konto. Der Konzern reagierte rasch.
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Foto: Matt Rourke / AP
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Unbekannte haben mit einer Flut präparierter E-Mails versucht, Daten bei Nutzern von Google-Konten abzugreifen. Sie enthielten einen Link zu einem angeblichen Dokument der Bürosoftware-Plattform Google Docs.

Wer die Einladung annehmen wollte und auf den Link klickte, gelangte zu einem echten Log-in-Screen von Google. Stimmten Nutzer dann allerdings der angezeigten Meldung "continue to Google Docs" zu, gaben sie unfreiwillig einer Schadsoftware eines Drittanbieters Zugang zu persönlichen Daten.

Die bösartige Web-App, über die der Angriff lief, hat nichts mit Google zu tun. Sie wurde einfach "Google Docs" genannt, um Nutzer zu täuschen. Zumindest einige Nutzer fielen auf den sogenannten Phishing-Angriff herein.

Die Web-App forderte Zugang zu E-Mail-Konto und Adressbuch an. Sie verschickte dann den Link an Kontakte aus dem Adressbuch - die präparierte Nachricht verbreitete sich so schnell weiter. Auf der Internetplattform Reddit  beschrieben Nutzer detailliert, wie sie den Phishing-Angriff entdeckten.

Auch auf Twitter dokumentierten Nutzer die ausgefeilte Attacke:

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Google reagierte schnell

Für Nutzer war es schwer, den Betrugsversuch zu erkennen. Denn die E-Mail kam von einem ihnen bekannten Absender. Außerdem funktionierte der Angriff innerhalb von Googles System und leitete Nutzer nicht auf dubiose Seiten im Netz weiter. Ein Blick auf die URL-Zeile im Browser deutete also nicht auf einen Betrugsversuch hin.

Google stoppte die Attacke nach kurzer Zeit. Die dafür verantwortlichen Profile seien blockiert worden und die gefälschten Webseiten gelöscht, erklärte der Internetkonzern. Man arbeite außerdem daran, Attacken dieser Art für die Zukunft unmöglich zu machen. Wer glaubt, betroffen zu sein, soll laut Google folgende Seite besuchen .

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Phishing, bei dem Angreifer versuchen, an Nutzerdaten zu kommen, ist alltäglich im Internet. Aber nur selten gelingt jemandem eine so raffinierte, breit angelegte Attacke auf einen großen Konzern wie Google.


Update, 13.30 Uhr: Laut einem Google-Sprecher sind außer Kontaktdaten keine weiteren Daten bei dem Angriff erbeutet worden. Die Attacke sei binnen einer Stunde unterbunden gewesen, betroffen waren demnach weniger als 0,1 Prozent der weltweit eine Milliarde Gmail-Nutzer.

Schad- und Spähsoftware

gru/dpa