US-Test Google blendet Werbebanner auf Suchseite ein
Google-Logo in Toronto: Der Online-Werbekonzern testet Werbebanner an US-Kunden
Foto: CHRIS HELGREN/ REUTERSVor acht Jahren gab die damalige Google-Vizechefin Marissa Mayer ein Versprechen ab: Das Werbeunternehmen werde weder auf seiner Homepage noch in den Suchergebnissen jemals Reklamebanner zeigen. Möglicherweise gilt diese Zusage nicht mehr. Der Fachdienst "SearchEngineLand " berichtet, das Google derzeit die Einblendung großer Werbebanner auf Ergebnisseiten zu bestimmten Suchbegriffen einblendet.
Eine Web-Marketing-Firma hatte via Twitter einen entsprechenden Screenshot verbreitet. Auf dem ist in Verbindung mit dem Suchbegriff "Southwest Airlines" eine Anzeige der Airline mit überbreitem Foto zu sehen.
Allerdings, so ein Google-Sprecher, handele es sich dabei nur um "ein kleines Experiment", das derzeit ausschließlich auf dem US-Markt stattfinde. Im Weiteren habe Google wissen lassen, von dem Test mit Reklamebildern seien weniger als fünf Prozent der Suchanfragen betroffen, so "SearchEngineLand". Der Konzern arbeite dazu mit 30 Anzeigenkunden zusammen, darunter unter anderem einem Anbieter für Haushaltswaren und einer Fluggesellschaft.
Gegenüber "Cnet " bezeichnete Google das Experiment als "sehr begrenzt". Möglicherweise, so der Fachdienst weiter, fasse Google die Testreihe gar nicht als Verstoß gegen die 2005 gemachte Zusage auf. Bereits Anfang Juni hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es seinen Werbekunden nun die Möglichkeit bietet, auf Suchanfragen bezogene Anzeigen mit sogenannten Bilderweiterungen zu versehen .
Es sei nun die Frage, ob es sich bei den derzeit testweise gesichteten Bildern um Bannerwerbung handele. Gelten schon Fotos in der vollen Breite einer Webseite als Banner? Oder doch erst, wenn sie "verrückt, glitzernd und knallbunt sind und um die Seite flattern und aufpoppen", wie es Mayer 2005 formulierte?