Google Domains: Domainregistrierung und Hosting von Webseiten - DER SPIEGEL
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Neuer Dienst Domains Google steigt ins Geschäft mit Internetadressen ein

Bei Google wird man künftig Internetadressen registrieren können. Mit dem Service Google Domains greift der Konzern Firmen wie GoDaddy an. Noch steht der Dienst allerdings wenigen Nutzern offen.
Google-Domain-Website: Noch befindet sich der Dienst im Beta-Stadium
Google-Domain-Website: Noch befindet sich der Dienst im Beta-Stadium

Google-Domain-Website: Noch befindet sich der Dienst im Beta-Stadium

Foto: Andreas Brohme
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Die meisten Unternehmen haben heutzutage eine Facebook-Seite, einen Twitter-Account und ein Firmenblog - könnte man denken. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Google will durch Marktanalysen herausgefunden haben, dass erstaunliche 55 Prozent aller kleinen Unternehmen nicht einmal eine eigene Website haben. Ihnen will der Internetkonzern jetzt auf die Sprünge helfen: Mit Google Domains  bietet Google einen Dienst an, der das Finden, Kaufen, Übertragen und Verwalten von Internetdomains "einfach und transparent" machen soll.

Mit diesem Vorstoß tritt Google in Konkurrenz zum US-Marktführer GoDaddy, in Deutschland hat der Internetkonzern mit Firmen wie 1&1 und Strato ebenfalls starke Mitbewerber. Gleichzeitig könnte Google seinem eigenen Service Blogger schaden: Obwohl Blogger als Blogsystem konzipiert ist, gibt es viele Freiberufler und Kleinunternehmer, die den Dienst zum Aufbau einfacher Seiten nutzen.

Bislang ist unklar, wann Google Domains offiziell startet. Zunächst existiert nur eine Beta-Version des Dienstes, die ausschließlich Unternehmen offensteht, die per Freischaltcode zum Testen eingeladen wurden - ähnlich startete Google seinen E-Mail-Dienst Gmail.

Wahrscheinlich 12 Dollar Jahresgebühr pro Domain

Aufrufen lässt sich die Domains-Website  schon jetzt. Wer in die Textzeile auf der Startseite einen Domainnamen eintippt, kann anschließend per Formular einen Einladungscode anfordern. Die Google-Preise für Internetadressen sind noch nicht bekannt, ein Bild auf der Domains-Infoseite deutet aber an, dass die Jahresgebühr bei 12 Dollar liegt. Zusätzliche Services wie die Einbindung eines Shopsystems - als Partner nennt Google hier das Unternehmen Shopify - oder die Dienste von "Top-Webseiten-Gestaltern" werden kostenpflichtig sein.

Für sich gewinnen will Google die Nutzer vor allem mit der Einfachheit seines Dienstes. Auch unerfahrenen Nutzern soll es leichtfallen, Domains zu registrieren und die eigene Website zu verwalten. Dasselbe soll für das Übertragen bereits bestehender Domains von einem fremden Hoster gelten. Zu jeder Internetadresse sollen bei Google 100 kostenlose E-Mail-Adressen und 100 Unterdomains gehören.

In US-Tech-Blogs berichtet man am Montagabend tendenziell wohlwollend über Googles Vorstoß, hat jedoch bereits einen Kritikpunkt ausgemacht: Die Sprechzeiten des Telefonsupports sind nicht sonderlich kundenfreundlich. Die Hotline ist nur Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr erreichbar.

abr