Kampagne Google testet, wie schnell Provider YouTube liefern
Videoportal YouTube: Qualität und Geschwindigkeit der Online-Verbindung überprüfen
Foto: SAMANTHA SIN/ AFPWenn YouTube wieder einmal ruckelt, liegt das in vielen Fällen an der Qualität der Internetverbindung, die einem Nutzer zur Verfügung steht. Wie gut oder schlecht die ist, können Surfer seit Dienstag mit Hilfe von Daten überprüfen, die Google in einem Video Quality Report zur Verfügung stellt .
Mit dem entsprechenden Test sollen Nutzer selbst Qualität und Geschwindigkeit ihrer Online-Verbindung überprüfen können. Der Test wird zunächst in Kanada angeboten und soll in der Folge auf andere Länder ausgeweitet werden.
Bei der Durchführung wird überprüft, wie gut ein Provider ein HD-Video abspielen kann. Je nach Leistung werden die Online-Anbieter eingeordnet. Schafft es ein Provider, 90 Prozent der YouTube-Clips mit einer Qualität von 720p ruckelfrei wiederzugeben und steht in seiner Region auf Platz eins, darf er sich auf seiner Website mit dem Titel "YouTube HD-geprüft" schmücken .
Weniger beliebt dürften dann die Wertungen für die folgenden Plätze sein. "Standardleistung" gilt für die Fälle, in denen ein normal aufgelöstes Video mit mindestens 360p nach einer "angemessenen" Ladezeit angesehen werden kann. Kein Provider dürfte sich über die Wertung "niedrige Leistung" freuen. Die wird dann fällig, wenn selbst niedrig aufgelöste Clips nicht flüssig wiedergegeben werden.
Allerdings ist dieses Programm nicht nur als Transparenzoffensive zum Wohle der Videofans zu sehen. Das Ergebnis des jeweiligen Anbieters kann durchaus in die Entscheidung einfließen, mit welchem ein Neukunde seinen Vertrag abschließen will.
Mit der Veröffentlichung der entsprechenden Daten übt Google daher auch Druck auf die Internet-Provider aus. Denn die führen nicht zuletzt den dank Videoclips stark steigenden Datenverkehr als Argument für die Drosselung der Verbindungsleistungen an - und wollen Google für eine schnelle Netzanbindung zur Kasse bitten.