Virtualisierung Google wird Infrastruktur-Anbieter
Server, Datenkabel: Google steigt ins Virtualisierungsgeschäft ein
Foto: Patrick Pleul/ dpaSan Francisco - Google betreibt selbst längst Datencenter, die zu den größten des Planeten gehören. Künftig will der Konzern die gewaltige Rechenleistung und Speicherkapazität seiner Datencenter auch vermieten. Bei der Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco kündigte Google einen neuen Geschäftszweig namens Google Compute Engine an. "Jeder, der Bedarf an großen Mengen Rechenleistung hat, kann nun Zugang zu dieser Infrastruktur bekommen", sagte der zuständige Google-Manager Urs Hölzle.
Man könne nicht nur stabile, verlässliche Leistung und gewaltige Rechenleistung auf Abruf anbieten, sondern will die Konkurrenz offenbar auch über den Preis angreifen. "Sie bekommen bei uns bis zu fünfzig Prozent mehr Rechenleistung für jeden Dollar", versprach Hölzle.
Zu den Konkurrenten, die namentlich natürlich nicht genannt wurden, gehören auf Virtualisierung spezialisierte Unternehmen wie VMWare, Citrix, Oracle, aber auch Googles alter Rivale Microsoft. Um die Möglichkeiten des neuen Dienstes vorzuführen, zeigte Hölzle ein Live-Demo einer Genom-Analyse. In der Spitze lief die Demonstration Google zufolge auf 600.000 Prozessorkernen parallel.
Derzeit laufe bereits eine "eingeschränkte Vorschau-Phase" mit dem neuen Dienst. Wann und zu welchen konkreten Preisen Google ins Virtualisierungsgeschäft einsteigen will, wurde nicht mitgeteilt.