Anzeigengeschäft Google verzichtet ab 2017 auf Flash-Werbebanner
Google-Tassen: Keine Flash-Banner mehr ab 2017
Foto: MARK BLINCH/ REUTERSIn Flash gebaute Werbeclips werden wohl die einzigen Flash-Anzeigen sein, die Google im kommenden Jahr noch verbreitet. In einem Posting auf Google+ kündigt das Unternehmen an, dass seine Werbesysteme AdWords und DoubleClick ab dem 30. Juni keine Flash-Anzeigen mehr annehmen.
Ab dem 2. Januar 2017 soll dann gar keine Flash-Werbung mehr über die Systeme verbreitet werden. Die einzige Ausnahme sind offenbar Videoanzeigen, die Google zufolge "zum jetzigen Zeitpunkt" noch nicht von der Ankündigung betroffen sind.
Als Nachfolgeformat für die Anzeigen hat Google HTML5 im Blick, eine Technik, die das Unternehmen schon länger fördert. Google rät seinen Werbekunden daher, vor Ablauf der Fristen auf dieses Format zu wechseln. Schon jetzt wandelt Google Flash-Kampagnen automatisch in HTML5 um, wenn sie über AdWords und den AdWords Editor hochgeladen werden .
Google begründet die Umstellung vor allem damit, dass so das Surferlebnis der Kunden verbessert werde: "Sie erreichen Ihre Zielgruppe am besten, wenn Sie Anzeigen im HTML5-Format erstellen", heißt es auf einer Support-Seite . "Mit diesem Format sprechen Sie Nutzer mit sämtlichen Gerätetypen und Browsern wie Chrome an."
Viele Unternehmen wollen Flash loswerden
Flash beziehungsweise Adobes Flash Player stehen wegen immer wieder auftauchender Sicherheitslücken seit Jahren in der Kritik. Erst diesen Dienstag ist erneut ein neues Sicherheits-Update erschienen . Diverse Tech-Unternehmen arbeiten daran, sich nach und nach von Flash-Inhalten zu verabschieden. Im Dezember hat zum Beispiel Facebook bekannt gegeben , dass seine Videos nun standardmäßig mit HTML5 ausgespielt werden.
Auch SPIEGEL ONLINE arbeitet daran, sich von Flash zu lösen. Alle aktuellen Inhalte auf unseren Seiten lassen sich bereits jetzt ohne Flash-Player ansehen. Das gilt auch für Videos, allerdings bislang nicht für die von SPIEGEL.TV. Auch einige ältere Inhalte wie aufwendige Multimedia-Formate sind noch nicht umgestellt.
Adobe selbst hatte Ende November einen Blogpost veröffentlicht , in dem es hieß, das Unternehmen ermutige Inhalteproduzenten, "neue Web-Standards" zu nutzen.