Windows Phone Google blockiert Microsofts YouTube-App
Windows Phone 8: Keine freundschaftliche Beziehung zu Google
Foto: Susana Bates / dpaDer Streit eskaliert erneut: Am Donnerstag hat Google eine gerade erst von Microsoft online gestellte YouTube-App für Windows-Smartphones gesperrt, berichtet "All Things D" . Dabei hatte es am Donnerstag noch so ausgesehen, als hätten die Unternehmen nach monatelangen Auseinandersetzungen das Kriegsbeil begraben. Vor wenigen Tagen war eine neue YouTube-App im Windows Phone Store aufgetaucht. Doch Google ist auch mit der neuen Version des Abspielprogramms nicht zufrieden.
Google macht für diese Maßnahme die Microsoft-Entwickler verantwortlich. Gegenüber "All Things D" sagte ein YouTube-Sprecher: "Microsoft hat es versäumt, die nötigen Browser-Upgrades einzubauen, um eine vollständige YouTube-Erfahrung zu ermöglichen." Stattdessen habe die neue Version der YouTube-App erneut "unsere Nutzungsbedingungen verletzt".
Bei Microsoft sieht man das anders. Dort ist man enttäuscht, dass die App wieder gesperrt wird. In einem Blogbeitrag schreibt Microsoft-Anwalt David Howard: "Die Einwände gegen unsere App widersprechen nicht nur Googles eigenem Einsatz für Offenheit, auch werden Ansprüche an eine Windows-Phone-App gestellt, die nicht für die eigene Plattform und nicht für Apple gelten."
Google moniert bei der aktuellen App unter anderem, dass die angezeigten Werbeclips bei hochgeladenen Videos nicht immer dem Nutzerprofil entsprächen. David Howard bekräftigt jedoch, dass man alle Daten für die Auswertung nutze, die Google zur Verfügung stellt. Laut einem Bericht von "The Verge" wollte Microsoft mit Google zusammenarbeiten, um das Problem zu lösen.
Microsoft musste im Mai dieses Jahres seine selbstentwickelte YouTube-App zurückziehen, weil Google Änderungen verlangte. Microsoft musste unter anderem die Werbeclips aktivieren und verhindern, dass YouTube-Videos direkt heruntergeladen werden können. Laut David Howard hat man alles getan, um Googles Anforderungen zu werden. "Wir haben das alles kostenlos für Google gemacht", schreibt Howard.