GPS-Kunst: Riesenelefant in Brighton - DER SPIEGEL
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GPS-Kunst Riesenelefant in Brighton

Wale, Katzen mit gesträubten Schwänzen, ein freundlich guckender Elefant: Zwei britische Künstler zeichnen mit ihrem GPS-Empfänger. Ihr Malbrett sind die Straßen ihrer Stadt, freie Felder und ganze Landstriche im Süden Englands.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sie wählen nie den direkten Weg, wenn sie von A nach B wollen. Jeremy Wood und Hugh Pryor sind Karthographie-Künstler. Ihren Stift, das GPS-Gerät, haben sie immer im Gepäck. Es zeichnet die Wegpunkte ihrer Ausflüge auf. Die schönsten Schlangenlinien, die sie gelaufen und mit Fahrrad oder Auto gefahren sind, haben die beiden online  gestellt.

Das Größte "IF" der Welt entsteht beispielsweise, wenn man von Iffley in Oxfordshire nach Iford in East Sussex, von dort nach Ifield und zum Schluss nach Ifold in West Sussex fährt. Vorausgesetzt man zeichnet seine Route mit einem GPS-Gerät auf. In sechs Stunden und zehn Minuten ist das I gezeichnet (Länge 373 Kilometer), rund 14 Stunden brauchten die beiden für das F (490 Kilometer), eine nächtliche Pause inbegriffen.

Fotostrecke

GPS-Kunst: Der Drache von Wales

Foto: Jeremy Wood / gps.drawing.com

Manchmal ist es nur ein kleiner Spaziergang am Strand um einen Wal, der einem Fischschwarm hinterher jagt, auf den Bildschirm zu zeichnen. 67 Kilometer auf dem Fahrrad ergibt ein Schiff, dass munter durch die Stadt Brighton dümpelt. Das Auge eines Guppys ist der Rundgang um ein Dorf. Der Schwanz des Drachens ist leider nicht vollständig - ein Hügel stand im Weg.

"Nie ohne mein GPS" scheint das Motto der Künstler zu sein. Aus Las Vegas brachten sie das Bild eines Dollar-Zeichens mit (96km), aus Bangkok eine Mücke (1,5km), gegen ein Trinkgeld fuhr ein Taxifahrer noch einen rund 14 Kilometer großen Kreis um das Insekt.

Auch Fallschirmsprünge, eine Reise im Flugzeug von Berlin nach London und die Irrfahrt um einen Verkehrskreisel (Fahrer und Beifahrer konnten sich nicht auf die Ausfahrt einigen), sind auf der Seite dokumentiert. Selbst den Weg eines Fallschirmspringers durch die Luft haben die beiden aufgezeichnet. Und die Gassi-Strecke ihres Hundes.

Wer will, kann sich auf der Seite dann noch selbst im Zeichnen probieren: Das GPS-Gerät ist dem Fall die Maus, die man über den Bildschirm bewegt.