Auszeichnung Grimme Online Awards verliehen
Köln - Die Lacher hatte Laudator Richard Gutjahr auf seiner Seite, als er das Online-Magazin Migazin mit den Worten "Mehr Migazin, weniger Sarrazin" lobte. Die Redaktion helfe mit ihrer Arbeit die Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne ausländische Wurzeln zu sensibilisieren, beispielsweise durch Übersetzungen aus der türkischen Tagespresse. Dafür gab es einen Grimme Online Award in der Kategorie "Information".
"Das Internet hat seinen Platz in der Gesellschaft gefunden", sagte Uwe Kammann, Leiter des Adolf-Grimme-Instituts bei der Verleihung am Mittwochabend in Köln. Es sei als informationsgebendes System von zentraler Bedeutung für den Bürger.
Aus rund 1900 Bewerbungen hatte die Jury vorab 26 Web-Angebote nominiert. Das Grimme-Institut zeichnet seit 2001 hochwertige Websites aus. Maximal acht Preise werden in den vier Kategorien "Information", "Wissen und Bildung", "Kultur und Unterhaltung" und "Spezial vergeben.
Außerdem schreibt das Institut einen Publikumspreis aus. Diesen sicherte sich in diesem Jahr die App der "Tagesschau". Unter Beibehaltung hoher inhaltlicher wie technischer Qualität spreche die Anwendung auch andere Zielgruppen an als das klassische Fernseh- und Internetangebot, hieß es in der Nominierung.