Hacker-Alarm US-Außenministerium musste E-Mail abschalten
Department of State in Washington: Hinweise auf Eindringlinge im E-Mail-System
Foto: Mark Wilson / AFPDas US-Außenministerium ist möglicherweise Ziel eines Hackerangriffs geworden. Das berichtet die "New York Times" . Es gebe Hinweise, dass ein Hacker das E-Mail-System der Behörde geknackt habe. Dabei handele es sich um das System, das für den nicht vertraulichen E-Mail-Verkehr verwendet werde.
Ein ranghoher Beamter zeigte sich gegenüber der Zeitung "Washington Post" zwar "beunruhigt". Er betonte aber, dass kein System mit vertraulichen Informationen angegriffen worden sei.
Das Außenministerium hatte am Wochenende das gesamte nicht vertrauliche Computernetz herunterfahren müssen. In einer Mitteilung vom Freitag hieß es zur Begründung zunächst, es handele sich um eine geplante Wartungsmaßnahme. Betroffen waren demnach das E-Mail-System und öffentlich zugängliche Internetseiten. In den späteren Medienberichten war dann die Rede von einem Hackerangriff.
US-Einrichtungen sind immer wieder Ziel von Cyberattacken. Erst im Oktober war ein Hackerangriff auf das Weiße Haus bekannt geworden. FBI, Secret Service und der Geheimdienst NSA seien an den Ermittlungen beteiligt, meldeten Agenturen. Spuren führten offenbar nach Russland. Die Herkunft von Hackerangriffen lässt sich allerdings verschleiern.