Hacker-Attacke: Einbruch in Computer französischer Rechtspartei - DER SPIEGEL
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Hacker-Attacke Einbruch in Computer französischer Rechtspartei

Unbekannte knackten Computer der französischen Rechtspartei Front National (FN) ein und verschafften sich Listen von Politikern, die den FN-Chef Le Pen unterstützen. Der sieht nun seine Präsidentschaftskandidatur gefährdet.
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Nanterre - Vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich haben Unbekannte einen Computer der Front National (FN) von Rechtsextremen-Führer Jean-Marie Le Pen gehackt und Zugriff auf heikle Informationen erlangt. Wie am Montag von der Justiz von Nanterre bei Paris zu erfahren war, fanden Polizeiexperten in der Zentrale der Partei Belege für die von Le Pen beklagte Computer-Attacke. Demnach griffen Hacker auf die Liste der Bürgermeister zu, die dem Rechtsextremen eine Wahlpatenschaft zugesichert hatten. Le Pen klagt über Probleme, die zur Kandidatur für das höchste Staatsamt erforderlichen 500 Unterschriften von Volksvertretern zusammenzubekommen. Die Frist läuft bis zum 16. März.

Der FN-Chef liegt in Umfragen vor der Wahl derzeit auf Rang vier. Er klagt, Unbekannte hätten zahlreiche Bürgermeister angerufen und unter Druck gesetzt. Diese Volksvertreter hätten ihm ursprünglich eine Wahlpatenschaft zugesichert, seien daraufhin aber wieder abgesprungen. Am Donnerstag hatte Le Pen wegen der Hacker-Attacke auf seine Parteizentrale im Pariser Vorort Saint-Cloud Strafanzeige gestellt. Der 78 Jahre alte Le Pen, der sich 2002 die Patenschaften nur mühsam sichern konnte, hatte es schließlich bis in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Jacques Chirac geschafft.

mak/AFP