Hacker Barnaby Jack in San Francisco gestorben - DER SPIEGEL
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Schock in der Szene Star-Hacker Barnaby Jack ist tot

Seine spektakulären Hacks machten ihn zu einer Legende. Jetzt ist der Sicherheitsspezialist Barnaby Jack gestorben. Nur eine Woche vor seinem Auftritt auf einer Konferenz in Las Vegas.
Barnaby Jack (2010): Seinen Durchbruch feierte er auf der Black Hat in Las Vegas
Barnaby Jack (2010): Seinen Durchbruch feierte er auf der Black Hat in Las Vegas

Barnaby Jack (2010): Seinen Durchbruch feierte er auf der Black Hat in Las Vegas

Foto: Isaac Brekken/ AP
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San Francisco - Der bekannte Hacker Barnaby Jack ist überraschend im Alter von 35 Jahren gestorben. Kommende Woche sollte der Sicherheitsexperte einen Vortrag auf der Black-Hat-Sicherheitskonferenz in Las Vegas halten; darin sollte es um die Sicherheit und Unsicherheit von Herzschrittmachern gehen. Er starb am Donnerstag im San Franciscoer Stadtteil Nob Hill, zur Todesursache ist bislang nichts bekannt. Die Polizei geht aber bislang davon aus, dass es sich nicht um ein Verbrechen handelt. Eine Autopsie soll die Todesumstände klären.

Barnaby Jack gehörte zu den bekanntesten Hackern der Welt, seit er 2010 in Las Vegas öffentlich demonstrierte, wie er Geldautomaten dazu bringen kann, Geld zu spucken wie ein Spielautomat, an dem man einen Gewinn landet. Er gehörte zu den sogenannten white hats, Hackern also, die ihre Kenntnisse in den Dienst der guten Sache stellen. Es war sein Talent, Sicherheitslücken in den kleinen Rechnern zu finden, die zum Beispiel in medizinischen Geräten oder Bankautomaten sitzen. Doch nicht nur für den sensationellen Hack bekam er schließlich Standing Ovations - sondern auch für die spektakuläre Vortragsweise.

Auf der Black-Hat-Konferenz wollte er demonstrieren, wie man sich in drahtlose Kommunikationsysteme hackt, um Daten von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren abzugreifen.

Die Szene trauert um ein berühmtes und beliebtes Mitglied, auch öffentlich, über viele traurige Tweets. Sein letzter Arbeitgeber, die Firma IOActive, twitterte: "Unser geliebter Pirat, Barnaby Jack, ist gestorben", man werde ihn nie vergessen.

Der Sicherheitsspezialist Dan Kaminsky twitterte , er habe gehofft, die Nachricht vom Tod des Hackers sei nur ein Streich; wenn überhaupt, sei so etwas doch nur einem Teufelskerl wie ihm zuzutrauen. Die Veranstalter der Sicherheitskonferenz in Las Vegas setzten ebenfalls einen Tweet ab : "Wir sind schockiert und betrübt über das Ableben von Barnaby Jack. Wir haben ein Genie und einen Freund verloren."

juh/Reuters